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Covid-19: Impfung von Pädagogen in Dornbirn und Feldkirch wirft Fragen auf

Am Montag war nicht klar, welche Pädagogen arbeiten können.
Am Montag war nicht klar, welche Pädagogen arbeiten können. ©Symbolbild: VOL.AT/Mayer, Sams, APA
Kindergarten-Pädagogen in Dornbirn und Feldkirch wurden alle am gleichen Tag bzw. Wochenende geimpft. Die Konsequenz: Am Montag war nicht klar, wer zur Arbeit erscheinen kann.
AstraZeneca: Warten auf EMA
Schulen: Nur wenige Infektionen

Die EU-Arzneimittelagentur EMA will am Donnerstag eine neue Empfehlung für die Vorgangsweise mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca abgeben. AstraZeneca kann bei der ersten Verabreichung für eine Impfreaktion sorgen, bei der zweiten weniger - bei Biontech und Moderna ist es genau umgekehrt.

Kindergarten-Pädagogen geimpft

Nach VOL.AT-Informationen wurden vergangene Woche in Feldkirch zahlreiche Pädagogen von Kinderbetreuungseinrichtungen gleichzeitig mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca geimpft, ebenso wie Kindergartenpädagoginnen in Dornbirn. Obwohl bereits bekannt war, dass Reaktionen nach einer ersten Impfung mit dem in die Diskussion geratenen Vakzin auftreten können. Wie VOL.AT erfahren hat, war nach den Impfungen am Montag in einigen Einrichtungen, so etwa in einem Kindergarten in Dornbirn, nicht klar, wer zur Arbeit erscheinen kann: Einige Pädagogen hatten mit Impfreaktionen zu kämpfen und mussten krankgeschrieben werden. Warum also wurden die Pädagogen und Pädagoginnen alle am gleichen Tag statt in mehreren Tranchen geimpft? Das haben sich auch viele besorgte Eltern gefragt.

"Wir können nicht zentral administrieren, welche Einrichtung wen einlädt und wen nicht. "

Florian Themeßl-Huber,
Land Vorarlberg

Land: Vorgehen nach Impfplan

Es sei eine erste Tranche von Personen aus der Kinderbetreuung geimpft worden, so das Land Vorarlberg auf VOL.AT-Anfrage. "Vorgegangen wird hier nach dem Impfplan – die Einladung der Impflinge erfolgt über die Impfleitstelle", so die Auskunft. Zuerst die eine und dann die andere Hälfte der Pädagogen einer Stadt oder Einrichtung zu impfen sei "logistisch und organisatorisch einfach nicht möglich", so Florian Themeßl-Huber vom Land Vorarlberg gegenüber VOL.AT. "Wir geben Einladungscodes an die Einrichtungen aus und diese geben sie an ihre Mitarbeitenden weiter. Wir können nicht zentral administrieren, welche Einrichtung wen einlädt und wen nicht. Das müssen wir den Verantwortlichen selbst überlassen." Natürlich könne es zu Impfreaktionen kommen. Diese seien aber von Person zu Person unterschiedlich und könnten nicht vorhergesagt werden.

Dornbirn: Krankenstände gemeldet

Die Zuteilung der Impfcodes und der Termine für die Pädagogen erfolge durch das Land entsprechend dem Impfplan, so Ralf Hämmerle von der Kommunikation der Stadt Dornbirn. "Das gilt auch für die Auswahl des Impfstoffs, der nach wie vor mit den vorhandenen Medikamenten verschiedener Hersteller verabreicht wird", erklärt Hämmerle. "Die Impfreaktion ist individuell unterschiedlich; das war auch nach der Immunisierung der Mitarbeiter der Dornbirner Kindergärten spürbar", verdeutlicht er. "Vereinzelt wurden am Montag nach dem Impfwochenende Krankenstände gemeldet, es musste aber keine Kindergartengruppe geschlossen werden." Mittlerweile habe sich die Situation wieder beruhigt.

Feldkirch: Kein Einfluss auf Impfung

"Die Stadt Feldkirch wurde gebeten, die Anzahl der Personen zu übermitteln, die sich impfen lassen möchten. Im Anschluss wurde uns die entsprechende Anzahl an Priorisierungscodes übermittelt, die wir dann an die jeweiligen Bildungseinrichtungen weitergeleitet haben", erklärt Maximilian Behrle von der Kommunikationsstelle der Stadt Feldkirch. Die Pädagogen konnten sich dann über die Codes anmelden. Am vergangenen Wochenende seien angemeldete Kindergartenmitarbeiterinnen geimpft worden. "Die Stadt Feldkirch hat weder Einfluss auf den Zeitpunkt der Impfung, die Art der Impfung, noch auf die Entscheidung der einzelnen Mitarbeiter, sich impfen zu lassen", so Behrle. Nach Bekanntgabe der Impftermine seien von den jeweiligen Leitern der einzelnen Kindergärten in Absprache mit der zuständigen Fachabteilung Personaleinsatzpläne für Montag erstellt worden. Die möglichen Krankenstände aufgrund von Nebenwirkungen seien berücksichtigt worden. (VOL.AT)

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