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Hat AstraZeneca-Impfstoff schlechten Ruf zu Recht?

Professor Zeitlinger sieht den Impfstoff von AstraZeneca genauso gut und sicher wie die anderen zugelassenen Präparate.
Professor Zeitlinger sieht den Impfstoff von AstraZeneca genauso gut und sicher wie die anderen zugelassenen Präparate. ©Screenshot ORF, APA/AFP
Heftige Nebenwirkungen, weniger Wirksamkeit - der Impfstoff von AstraZeneca hat ein schlechtes Image, viele wollen sich nicht damit impfen lassen. Was ist dran an der Kritik?
AstraZeneca kürzt Lieferungen an EU
Berichte über AZ-Nebenwirkungen

Pharmakologe Markus Zeitlinger von der MedUni Wien hat am Freitagabend in der "ZIB 2" des ORF ausgeführt, wieso der AstraZeneca-Impfstoff wesentlich besser ist als sein Ruf.

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AstraZeneca wird in Österreich weiter verwendet.

AZ-Lieferungen stark gekürzt

AstraZeneca hat eine weitere drastische Kürzung seiner Impfstoff-Lieferungen in die Europäische Union angekündigt. Man beabsichtige, im ersten Halbjahr dieses Jahres 100 Millionen Dosen in die EU-Staaten liefern, 30 Millionen davon im ersten Quartal, teilte der britisch-schwedische Pharmakonzern am Freitagabend mit. Zuletzt war der Konzern noch von 220 Millionen Dosen bis zur Jahresmitte ausgegangen.

Bekannte Nebenwirkungen

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca kann nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) schwere allergische Reaktionen auslösen. Anaphylaxie sowie Überempfindlichkeitsreaktionen sollten in die Liste der möglichen Nebenwirkungen des Vakzins aufgenommen worden, erklärte die EMA am Freitag. Es gebe Berichte über 41 mögliche Anaphylaxie-Fälle unter fünf Millionen Impflingen in Großbritannien, berichtete die Behörde mit Sitz in Amsterdam.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca wies indes Sorgen wegen schwerer Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Gerinnungsstörungen seines Corona-Impfstoffs zurück. "Eine Analyse unserer Sicherheitsdaten von mehr als zehn Millionen Datensätzen hat keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Lungenembolien oder tiefe Venenthrombosen gezeigt", teilte ein Sprecher am Freitag mit. Das gelte für alle Altersgruppen, Geschlechter, Länder oder Chargen des Astrazeneca-Impfstoffs. "Tatsächlich kommen diese Ereignisse unter Geimpften sogar seltener vor als in der Allgemeinbevölkerung", hieß es weiter.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird sich mit dem derzeit in Diskussion stehenden Coronavirus-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca impfen lassen. Damit will er versuchen, seinen Beitrag zu leisten. "Ich habe mir hier ein klares Bild gemacht", sagte Kurz. "Nachdem es viele Menschen gibt, die sich Sorgen machen, werde ich mich auch mit AstraZeneca impfen lassen, um zu zeigen, dass ich Vertrauen in den Impfstoff habe", betonte der Bundeskanzler am Freitag.

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(VOL.AT/APA)

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