Leichtfried will Österreich zur Logistikdrehscheibe machen

Leichtfried sieht sich von den Sozialpartnern unterstützt
Leichtfried sieht sich von den Sozialpartnern unterstützt - © APA
“Ich will Österreich zur Logistikdrehscheibe Mitteleuropas machen”, kündigte Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) am Dienstag an. Er sieht sich dabei von den Sozialpartnern voll unterstützt. “Wir haben einiges weitergebracht”, so der Minister vor Journalisten. Und Alexander Klascka, Obmann der Bundessparte Transport, streute ebenso Rosen: “Das Ministerium ist ein Haus der Diskussion.”

Eingeleitet wurde der Prozess vor genau zwei Jahren, von den damals aufgesetzten 117 Maßnahmen sei inzwischen die Hälfte umgesetzt. Ein zentraler Punkt sei die weitere Ökologisierung der Lkw-Maut gewesen sowie die Einrichtung eines Logistikbeauftragten im Infrastrukturministerium, so der Minister – unterstützt von der Transportwirtschaft.

Als Schwerpunkt für 2017 nannte Leichtfried die Bekämpfung des Fachkräftemangels im Logistikbereich sowie die Hinführung zur Logistik 4.0 in Anlehnung an das große Industriethema dieser Zeit, das Internet der Dinge oder die Industrie 4.0. Die Digitalisierung der Branche – Stichwort autonomes Fahren – sieht auch Klacka, neben der Elektrifizierung der Fahrzeuge, als die große Herausforderung der nächsten Jahre.

Bei aller Freude der Sozialpartner und des Ministers fällt aber auf, dass zwei heikle Punkte im Arbeitsausschuss Logistik (AAS) aufgeschoben wurden: Die mögliche Einführung einer flächendeckenden Lkw-Maut und die Zulassung von überlangen Lkw (“Gigaliner”). Letzteren erteilte Leichtfried heute einmal mehr eine Absage. Die Gigaliner würden nicht zur Topografie Österreichs passen und obendrein das Ziel “mehr Schiene, weniger Straße” konterkarieren.

Bei der flächendeckenden Lkw-Maut wartet Leichtfried auf eine Einigung der Länder, die für deren Einführung zuständig seien. Hier gebe es zwischen den Ländern, aber auch innerhalb dieser, noch Klärungsbedarf. “Sollten sich die Bundesländer einigen, werden wir uns das anschauen”, so der Minister, der vor seiner Berufung nach Wien Verkehrslandesrat in der Steiermark war.

(APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Bitte Javascript aktivieren!