Leo Windtner als ÖFB-Präsident wiedergewählt

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Windtner führt den ÖFB seit dem Jahr 2009
Windtner führt den ÖFB seit dem Jahr 2009 - © APA (EXPA/JFK)
Das Ergebnis ist eindeutig gewesen, hat aber dennoch für eine kleine Überraschung gesorgt. Leo Windtner ist am Sonntag in Zell am See als ÖFB-Präsident mit 12:1 Stimmen wiedergewählt worden und geht in seine dritte Amtszeit. Die eine Gegenstimme kam vom Salzburger Fußball-Landesverband.

Als neu installierte Vizepräsidenten wurden Wolfgang Bartosch (Steiermark) für die Mitte-Region, Johann Gartner (Niederösterreich) für den Osten, Josef Geisler (Tirol) für den Westen und Bundesliga-Präsident Hans Rinner für die Bundesliga gewählt. Die vier Vizepräsidenten bekamen allesamt ein einstimmiges Votum.

“Mit dem Ergebnis kann man zufrieden sein. Es ist ein großer Vertrauensbeweis”, sagte Windtner unmittelbar nach der Hauptversammlung vor Journalisten. Allerdings waren bei den vorangegangenen Wahlen zum ÖFB-Präsidenten einstimmige Entscheidungen üblich. Über die Gründe für die Gegenstimme konnte der Salzburger Verbandspräsident Herbert Hübel keine Auskunft geben, er berief sich auf die Verschwiegenheit des Präsidiums.

Windtner wiederum verwies seinerseits auf Hübel und sagte nur, die Gründe, die ihm Hübel erklärt habe, seien für ihn “nicht einleuchtend” gewesen. Der Oberösterreicher Windtner geht jedenfalls voller Tatendrang in die kommenden vier Jahre. “Wir haben uns sportlich eine klare Linie gelegt. Wir wollen ständig unter den Top 30 des FIFA-Rankings sein”, sagte Windtner.

Dazu will der Verband neben dem A-Nationalteam auch mit den Nachwuchs-Nationalteams und dem Frauen-Nationalteam ständiger Gast bei Großereignisse sein. “Nicht dabei zu sein, soll die Ausnahme sein”, so Windtner. Auf den Frauenfußball soll in den kommenden vier Jahren zudem ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Ein weiteres Großprojekt sind die Pläne eines neuen Nationalstadions. Dabei will Windtner nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie in den nächsten Wochen bereits “ein Stück klarer sehen”, wie er sagte. Zum Ende seiner Amtszeit in vier Jahren wünsche er sich, “dass das Nationalstadion mit dem Standort Wiener Prater Wirklichkeit geworden ist”, meinte der 66-Jährige.

Als weiteres Thema für die kommende Amtszeit nannte Windtner die Fortsetzung des Individualfördermodells “Projekt 12”, das im kommenden Jahr ausläuft. Dazu stellte er auch eine mögliche Neukonzeption des Projekts in Aussicht.

Auch die 2018 in Kraft tretende Bundesliga-Reform wird den Verband noch beschäftigen. “Für die oberste Ebene ist das ein großer Schritt nach vorne”, sagte Windtner. Er erhofft sich aufgrund des Play-off-Formats eine Zunahme des Interesses. In der Ausgestaltung der zweiten Leistungsstufe wartet dagegen noch einiges an Arbeit. “Wir werden uns dazu mit der Bundesliga zusammensetzen. Es muss beiden Seiten ein Anliegen sein, dass die Aufsteiger in die Bundesliga sportlich gefestigt und wirtschaftlich valide sind”, erklärte Windtner.

Auch auf Regionalliga-Ebene könnte eine Änderung bevorstehen. Der wiedergewählte ÖFB-Präsident will das System mit drei Regionalligen zur Diskussion stellen. Über eine neuerliche Kandidatur für das Präsidentenamt in vier Jahren jetzt schon zu sprechen, sei zu früh, meinte der seit 2009 amtierende Windtner.

Der neu gewählte Verbandschef betonte, dass er die Einführung von Vizepräsidenten stets ausdrücklich befürwortet habe. “Weil dies ein internationaler Standard und eine große Unterstützung bei der Ausübung der repräsentativen Aufgaben ist”, erklärte Leo Windtner in einer ÖFB-Aussendung am Sonntagnachmittag.

Der Oberösterreicher will nicht nur eine Nachwuchs-Endrunde nach Österreich holen, sondern auch die Hoffnung auf eine WM-Teilnahme des Nationalteams noch lange nicht aufgeben. “Wir haben die Qualität, die vor uns liegenden Herausforderungen Richtung Russland 2018 noch zu schaffen – auch wenn es noch schwieriger geworden ist”, sagte Windtner im Hinblick auf das 1:1 zuletzt in Irland.

Vier Punkte liegt Österreich in Quali-Gruppe D vier Runden vor Schluss hinter Spitzenreiter Serbien und den Iren. Am 2. September geht es mit dem schwierigen Auswärtsspiel in Wales weiter. “Es wäre ein Verrat am österreichischen Fußball, die Quali-Chance für die WM bereits jetzt für tot zu erklären”, betonte Windtner. “Denn gerade jetzt muss das Team spüren, dass wir und die ganze Nation hinter ihnen stehen.”

(APA)

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