Grüne warnen vor EAG-Anteilsverkauf an australische Firma

Ruperta Lichtenecker: Österreichische Lösung hat Priorität
Ruperta Lichtenecker: Österreichische Lösung hat Priorität - © APA
Vor einem Einstieg der australischen Investmentfirma Macquarie beim oö. Landesversorger Energie AG (EAG) hat die Wirtschaftssprecherin der oö. Grünen, Ruperta Lichtenecker, am Sonntag gewarnt. Sie forderte eine volle Offenlegung der Firmenverflechtungen und Netzwerke der australischen Investmentfirma. Eine “österreichische Lösung” hätte zudem Priorität, so Lichtenecker in einer Presseaussendung.

So fürchten die Grünen einen schrittweisen Ausverkauf der Energie AG, der mit dem frei werdenden 10-Prozent-Anteil der Linz-AG beginne. Durch Kürzungen im Landesbudget gebe es dann auch keinen Spielraum mehr für Vorkaufsoptionen. “Damit wäre die Tür für einen Einstieg eines Investmentfonds geöffnet”, warnte Lichtenecker.

Die australische Investmentfirma Macquarie soll an einem Einstieg beim oberösterreichischen Landesversorger Energie AG (EAG) interessiert sein. Laut einem Bericht des Magazins “Trend” habe sie ein Auge auf den zum Verkauf stehenden 10-Prozent-Anteil der städtischen Linz AG geworfen – und möglicherweise Appetit auf noch mehr.

Die Linz AG hatte bereits vor Längerem angekündigt, ihren Anteil veräußern zu wollen. Das Land Oberösterreich hätte ein Vorkaufsrecht, scheint aber nicht wirklich interessiert zu sein. Ein im Frühling unterbreitetes Verkaufsangebot der Linz AG mit kolportierten 200 Mio. Euro wurde ausgeschlagen.

(APA)

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