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Noch zwei Wochen bis zum Rauchverbot: Ärger und Nervosität bei Ländle-Wirten

©VOL.AT/Mayer, Symbolbild: APA
Das bundesweite Rauchverbot in der Gastronomie tritt am 1. November 2019 in Kraft. Das Gesetz lässt den Wirten keine Wahl, Shisha-Bar-Betreiber könnten ihre Geschäftsgrundlage verlieren.
iTaly und Schmugglar in Lustenau
Rauchverbot: Aus für Shisha-Bars
Nussbaumer zum Rauchverbot
Gastronomen gegen Rauchverbot

In rund zwei Wochen werden in Österreich alle Lokale - zum Teil unfreiwillig - rauchfrei: Am 1. November 2019 tritt bundesweit das ausnahmslose Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft - auch Konsumenten von E-Zigaretten und Wasserpfeifen sind betroffen. Die Nervosität bei vielen Ländle-Gastronomen steigt zunehmend, auch Ärger ist zu spüren. Besonders Betreiber von Nachtlokalen wehren sich weiter gegen das Verbot, der Individualantrag an den Verfassungsgerichtshof wurde jedoch am Mittwoch abgelehnt. Noch offen ist der Antrag beim Verfassungsgerichtshof , der von der Vereinigung der Shisha-Bar-Betreiber Österreich (VSBÖ) eingereicht wurde, die ihre Existenz bedroht sehen.

Kein Verständnis für Verbot in Bars

Einer der Wirte im Ländle, der sich seit Anbeginn gegen das Verbot stemmt, ist Marcel Lerch, Inhaber der Gastronomie-Gesellschaften iTaly Sportsbar in Lustenau, des "Schmugglar" und Gesellschafter der Neptun Bar in Bregenz. Er hat einen Individualantrag eingereicht, bisher aber noch keine Rückmeldung erhalten. "Was ich definitiv machen werde, ist im Restaurant Schmugglar in Lustenau mit erstem November auf Nichtraucher umstellen", erklärt Lerch gegenüber VOL.AT. Hier habe er Einsicht und sehe es voll und ganz ein, da es sich um ein reines Speiselokal handle. Anders sei das beim Neptun in Bregenz und der iTaly Sportbar: "Da habe ich keinerlei Verständnis", so der Gastronom. Bei Nachtbetrieben und Bars solle es jedem Gast offen bleiben, ob er rauchen wolle oder nicht. Bei Ablehung seines Antrags bleibe ihm jedoch nichts anderes übrig, als komplett auf Nichtraucher umzustellen - auch in den Bars.

Ab 1.November werden österreichweit Lokale unfreiwillig raucherfrei. Quelle: VOL.AT/Mayer

Kein sanfter Übergang

Die Umstellung wird seiner Meinung nach einige Unannehmlichkeiten mit sich bringen. "Es wird wahrscheinlich Probleme mit den Nachbarn geben - speziell in Bregenz", so Lerch. Die Bar Neptun liege mitten im Wohngebiet und so könnten Anrainer gestört werden, die nachts gerne ihre Ruhe hätten. Er rechne auch mit ziemlichen Umsatzeinbußen, zumal der Umstiegszeitpunkt ungünstig sei: Zu Beginn der kalten Jahreszeit umzustellen sei schwachsinnig und alles andere als ein sanfter Übergang. Der Gastronom hat auch eine Botschaft an den Staat: "Man darf nicht immer nur mit Verboten reagieren." Man müsse stattdessen die Ursache bei der Wurzel packen, in diesem Fall etwa junge Leute vom Rauchen abhalten. "Es kommt so weit, dass das nächste Verbot ist, dass ich jemandem, der übergewichtig ist, kein Schnitzel mit Pommes anbieten darf", zeigt sich Lerch verärgert.

"Die machen uns alles kaputt"

Besondes betroffen vom neuen Verbot sind Shisha-Bars, deren Betreiber müssen um die Zukunft ihrer Lokale fürchten. Entweder ein neues Konzept überlegen oder zusperren - diese Frage stellen sich derzeit österreichweit die Inhaber von rund 500 Shisha-Bars, darunter auch Ilkkan Celik von der Orient Lounge in Dornbirn, Vorarlberg. Für Celik ist es nicht nachvollziehbar, wie die Entscheidung zu Stande kam. Ein Rauchverbot in Restaurants würde er unterstützen, Betreibern von Raucherlounges wie ihm werde jedoch die Geschäftsgrundlage entzogen. Er hofft auf ein gemeinsames Auftreten der Shisha-Bar-Betreiber gegen das Rauchverbot, ansonsten drohe das Ende für viele Lokale wie seinem. Es bleibt abzuwarten, wie der Verfassungsgerichtshof in punkto Shisha-Bars entscheiden wird - eine Entscheidung, der viele mit Hoffnung und Nervosität entgegensehen.

(Red.)

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