Kinder-Onkologie: Kosten für Reise und Transport werden von ÖGK übernommen

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Die ÖGK übernimmt nach jahrelanger Diskussion doch noch die Transport- und Reisekosten für die Behandlung krebskranker Kinder. Andrea Tschofen-Netzer von der Elterninitiative im Gespräch.
Teilerfolg für Kinderonkologie
Kinder-Onko: Eltern optimistisch

Einen Monat vor Weihnachten gibt es erfreuliche Nachrichten für die Eltern krebskranker Kinder in Vorarlberg: Endlich gibt es eine Regelung für Transport- und Reisekosten bei Behandlungen seitens der ÖGK. "Wir haben jetzt die Nachricht bekommen, dass die Transportkosten auch zu Kontrolluntersuchungen in einem Expertisenzentrum genehmigt sind, bezahlt werden ohne Vorbewilligung", erklärt Andrea Tschofen-Netzer von der Elterninitiative zur Kinder-Onkologie gegenüber VOL.AT. Das sei eine riesige Bereicherung für die Eltern.

Österreichweite Regelung?

Doch was hat sich nun verändert, dass der Forderung der Eltern nun nach Jahren doch nachgegeben wurde? Es habe viele Postings, E-Mails und Gespräche, sowie immer wieder wiederholtes Anklopfen und Nachfragen ihrerseits gebraucht, so Tschofen-Netzer. "Und schlussendlich hat es einen entsprechenden Antrag im sozialpolitischen Ausschuss gebraucht und es wurde jetzt demnach zugestimmt", erklärt sie. In dem, ihr vorliegenden, Schreiben sei keine Information zu finden, ob dies auch österreichweit übernommen werde. Es wäre daher ein Anliegen der Initiative, eine österreichweit geltende einheitliche Regelung für alle erkrankten Kinder mit Zuweisung in eine Spezialklinik zu erreichen.

Übernahme auch für Begleitperson

Der nächste Schritt wäre nun aus Sicht der Elterninitiative die Anhebung von 15 auf 19 Jahre für die Rückerstattung von Transport- und Reisekosten für Begleitpersonen. "Das ist eine Ungleich-Stellung gegenüber Erwachsenen, denn auch da, wenn es medizinisch notwendig ist, werden Begleitpersonen die Kosten übernommen", verdeutlicht die Sprecherin der Elterninitiative. Sie möchte hier alle Gesundheitssprecher von Land, Bund und Nationalrat und die Kinder- und Jugendanwälte mit ins Boot holen: "Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um hier nachzuhaken und eine österreichweite Lösung für alle Kinder zu bekommen", meint sie.

"Jetzt haben wir drei Jahre gebraucht, bis wir die versprochenen Transportkosten genehmigt bekommen haben", gibt Tschofen-Netzer zu verstehen. "Wenn es jetzt wieder drei Jahre braucht, bis wir auch die Übernachtungskosten genehmigt bekommen, dann können sich alle schon einmal auf viele E-Mails von mir freuen." Sie werde auf jeden Fall dran bleiben und sich weiter für die Sache einsetzen.

(Red.)

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