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Bislang kein Beweis für Nutzen früher Sperrstunde

Ab 22.00 Uhr ist in den drei westlichen Bundesländern in den Gasthäusern Schluss - Eine Corona-Maßnahme deren Wirksamkeit derzeit stark hinterfragt wird.
Ab 22.00 Uhr ist in den drei westlichen Bundesländern in den Gasthäusern Schluss - Eine Corona-Maßnahme deren Wirksamkeit derzeit stark hinterfragt wird. ©Sams
Ein Vergleich aller Bundesländer seit Anfang Oktober zeigt, dass es in Vorarlberg, Tirol und Salzburg die mit weitem Abstand stärksten Zuwächse bei neu registrierten SARS-CoV-2-Fällen und die meisten aktuellen Fälle pro 100.000 Einwohner gibt - die vorgezogene Sperrstunde gilt hier seit 25. September und damit seit beinahe vier Wochen.
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Von Günther Bitschnau (WPA)

Die seit Ende September in drei Bundesländern auf 22.00 Uhr vorverlegte Sperrstunde in der Gastronomie bleibt zumindest bisher jeden empirischen Beweis ihres Nutzens zur Eindämmung von SARS-CoV-2-Infektionen schuldig. Eventuell ist bislang sogar das Gegenteil der Fall. Bekanntlich gilt die vorgezogene Sperrstunde seit 25. September 2020 in Vorarlberg, Tirol und Salzburg.

Höchsten Stand an Fällen innerhalb von sieben Tagen

Dieser Verdacht der möglichen Wirkungslosigkeit drängt sich jedenfalls bei einem Blick auf die Zahl der aktiven SARS-CoV-2-Fälle in Österreichs Bundesländern in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf (Inzidenz/100.000 EW). So weist das Covid-19-Dashboard der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) diese drei Bundesländer als jene Regionen aus, die derzeit die mit weitem Abstand höchste Zahl an aktiv positiv getesteten Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen haben. So kommt Salzburg auf 184,3, Vorarlberg auf 168,9 und Tirol auf 165,6 Fälle pro 100.000 Einwohner. Auf Platz vier folgt das Bundesland Wien mit 145,2 Fällen, alle anderen Bundesländer liegen teils weit darunter. Der Österreich-Schnitt beträgt 114,5 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Auch die Auswertungen des Statistikers und Mathematikers Erich Neuwirth liefern genau das gleiche Bild. Neuwirth war vor seinem Ruhestand Leiter des Fachdidaktischen Zentrums für Informatik an der Universität Wien. Er betreibt die Internetseite Erich Neuwirths COVID-19-Analysen und nutzt dafür offizielle Daten aus verschiedenen Quellen wie etwa dem Gesundheitsministerium oder der AGES.

Stärkste Zunahme in Bundesländern mit früherer Sperrstunde

Neuwirth hat die Entwicklung der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner je nach Bundesland seit Februar 2020 grafisch aufbereitet. Diese Grafiken zeigen derzeit für diese drei Bundesländer seit Anfang Oktober im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern beinahe senkrecht nach oben weisende Linien und österreichweite Höchststände an neuen Fällen. Lediglich unmittelbar nach der Vorverlegung der Sperrstunde gab es einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Rückgang bei den Neuinfektionen, danach ging es steil bergauf. Zuletzt lag Vorarlberg bei 25,8 registrierten Neuinfektionen, Salzburg bei 26,5 und Tirol bei 26,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Darauf folgt Wien mit 21,1 registrierten Neuinfektionen. Alle anderen Bundesländer liegen zwischen 15,5 und 7,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

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(Wirtschaftspresseagentur)

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