DECUS-Gala: Selbstlose Ersthelfer und Lebensretter geehrt

18 außergewöhnliche Erste-Hilfe-Fälle bzw. deren Protagonisten standen Montagabend auf der großen DECUS-Bühne. ©RKV
Am Montagabend wurden bereits zum 14. Mal Ersthelfer und Lebensretter mit dem DECUS-Preis ausgezeichnet.
Decus-Gala: Ersthelfer und Lebensretter
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Die Heldentaten sind so verschieden wie die Ersthelfer selbst. Doch eines haben die DECUS-Nominierten bzw. –Ausgezeichneten gemein: Sie alle schauten genau hin, packten an und leisteten ganz selbstverständlich Erste Hilfe. Am Montagabend standen die selbstlosen Taten der Jahre 2020 und 2021 im Fokus und deren Protagonisten wurden auf die große Bühne der DECUS-Gala, die im ORF Funkhaus in Dornbirn mit Beteiligung vieler Gratulanten stattfand, geholt.

Der Preis

Im Jahr 2007 von den Projektpartnern, dem Roten Kreuz Vorarlberg, dem ORF und der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, ins Leben gerufen, steht die Auszeichnung DECUS für "Dank für Engagement, Courage und Selbstlosigkeit". Das Ziel war und ist dabei eindeutig definiert: Jene Ersthelfer, die selbstlos und selbstverständlich ihrem Nächsten in der Not zur Seite stehen, sollen vor den Vorhang geholt werden und anderen Mut machen, ebenfalls so zu handeln.

Mit dabei waren am Montag auch die fünf Jury-Mitglieder Günter Lampert, Wilfried Hopfner (Raiffeisenlandesbank), Anna Gross, Siegfried Marxgut (Rotes Kreuz Vorarlberg) und Sabine Stroj (ORF), die im Vorfeld die Qual der Wahl hatten: Aus 18 nominierten Fallbeschreibungen mussten sie jene vier herausfiltern, die schließlich eine besondere Auszeichnung erfuhren. Auf die große DECUS-Bühne wurden aber alle 18 "Heldinnen und Helden der Ersten Hilfe" geholt und konnten sich diese über je einen DECUS-Pokal samt "verglaster" Urkunde und gefüllter Geschenktasche freuen.

Die Geehrten

Die Ausgezeichneten-Wahl fiel schlussendlich auf Sebastian Brandl und Samuel Bereuter, Martin Meusburger, Magdalena und Valerie Gorbach sowie Ingrid und Markus Zugg, denen die Freude an diesem Abend ins Gesicht geschrieben war.

Sebastian Brandl und Samuel Bereuter

Durch das beherzte und mutige Eingreifen von Sebastian Brandl und Samuel Bereuter konnten im Juni 2019 zwei Burschen vor dem Ertrinken gerettet werden. Die Jugendlichen waren in der hochwasserführenden Dornbirner Ach in den Sog einer Wasserwalze gerissen worden und konnten sich nicht mehr selbst befreien.

Durch ihren selbstlosen Einsatz in der Dornbirner Ach retteten Sebastian Brandl (l.) und Samuel Bereuter zwei Jungs das Leben. (Bild: RKV)

Markus und Ingrid Zugg

Im April 2020 bemerkten Markus und Ingrid Zugg einen Brand im Nachbarhaus. Das Ehepaar eilte ohne zu zögern zu Hilfe. Unter großen Anstrengungen und nur durch intensiven Körpereinsatz konnte Markus Zugg den bewusstlosen Sohn der Nachbarin befreien, der in jenem Zimmer eingeklemmt war, aus dem die Flammen schlugen.

Ingrid und Markus Zugg erwiesen sich als Lebensretter ihrer Nachbarn. (Bild: RKV)

Martin Meusburger

Martin Meusburger wurde im März 2020 zum Ersthelfer, als er gemeinsam mit seinen beiden Söhnen einem verunglückten Landwirt zu Hilfe eilte. Der Landwirt war unter dem Baggerarm seines Mistbaggers eingeklemmt worden. Martin Meusburger organisierte gemeinsam mit anderen zu Hilfe Eilenden die Befreiung des Verunfallten und leitete seine Söhne zu weiterer Hilfeleistung an, u. a. wiesen die beiden Jungen den eintreffenden Rettungskräften den Weg zum Unfallort.

Durch Martin Meusburgers (im Bild mit DECUS-Patin Anna Gross) beherztes Eingreifen und sprichwörtliches Anpacken konnte ein Landwirt von der lebensbedrohlichen Last seines Mistbaggers befreit werden. (Bild: RKV)

Sonderpreise für zwei jugendliche Ersthelferinnen:
Magdalena und Valerie Gorbach

Einen kühlen Kopf bewahrten die beiden zehnjährigen Cousinen Magdalena und Valerie Gorbach, als im Jänner 2021 in einer Notsituation das Chaos ausbrach. Die Nachbarin hatte sich verschluckt und drohte zu ersticken. Als Magdalenas Mutter, Elfriede Gorbach, in der Aufregung die Notrufnummer nicht einfiel, war es ihre Tochter, die die richtige Telefonnummer diktierte. Anschließend holten Magdalena und Valerie geistesgegenwärtig Hilfe bei einem Nachbarn Herbert Prescher, der den Heimlich-Griff bei der Frau anwandte, wodurch sie gerettet werden konnte.

Die Kusinen Magdalena (r. vorne) und Valerie Gorbach (l. vorne) wie auch Elfriede Gorbach (r.) kümmerten sich um die luftringende Nachbarin und Herbert Prescher (l.) ermöglichte mit dem Heimlich-Griff die rettende Luftröhren-Befreiung. (Bild: RKV)

(Red.)

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