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1. Corona-Cluster in Vorarlberg - 47 Menschen in Quarantäne

Bürgermeister Walter Gohm über den in seiner Gemeinde Frastanz aufgetretenen Corona-Cluster.
Bürgermeister Walter Gohm über den in seiner Gemeinde Frastanz aufgetretenen Corona-Cluster. ©VOL.AT/Sadrija Medaur
Vorarlberg hat seinen ersten Corona-Cluster. Insgesamt sechs Personen wurden bisher positiv getestet. Ein Leasingarbeiter hatte das Virus übertragen.
Arbeiterwohnheim unter Quarantäne
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Insgesamt ist aktuell von sechs Fällen die Rede. Der Cluster ist in Frastanz aufgetreten. Das Land hat am Donnerstagmittag in einer Aussendung die neuen Fälle bestätigt.

Die Kontaktpersonen-Erhebung läuft auf Hochtouren, betroffene Unternehmen sind informiert, bestätigt das Land Vorarlberg.

Von den acht Neuinfektionen stehen mindestens fünf im Zusammenhang mit einem Baugewerbecluster. Zwei weitere sind noch in Abklärung, bei einer Neuinfektion kann der Zusammenhang mit dem Cluster ausgeschlossen werden. Insgesamt gibt es damit in Vorarlberg aktuell 13 Corona-Fälle.

Arbeiter unter Quarantäne

Es handelt sich bei dem Überträger um jenen Leasingarbeiter, der wie am Dienstag berichtet, mit schweren Symptomen auf die Intensivstation eines Vorarlberger Krankenhauses gebracht werden musste. Neben dem seit Dienstag bekannten Fall handelt es sich bei den fünf weiteren bekannt gewordenen Personen um Leasingarbeiter die in einem Arbeiterwohnheim, das von mehreren Baufirmen genutzt wird, untergebracht sind.

In diesem Arbeiterwohnheim sind die Leasingarbeiter untergebracht. ©VOL.AT/Sadrija Medaur

Alle 47 Bewohner dieses Wohnheims wurden am Donnerstag unter Quarantäne gestellt. Die 44 Männer und drei Frauen stammen hauptsächlich aus den Ost-Balkanländern mit Schwerpunkt Bosnien-Herzegowina und Rumänien, wie der Frastanzer Bürgermeister Walter Gohm gegenüber dem ORF Vorarlberg angibt.

In Summe sind in Frastanz seit Beginn der Pandemie laut der Gemeinde bisher 25 bestätigte Fälle aufgetreten. 18 Personen sind genesen. Eine Person ist verstorben. 

Screening-Programm des Landes

"Das Land führt verstärkte Screening-Testungen im Rahmen eines bundesweiten Sreening-Programms durch", betont Landesrätin Rüscher. Besonders angesprochen werden Unternehmen, die ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen wie z.B. Leiharbeiterfirmen, Fleischzerlegungs- und Verarbeitungsbetriebe, Betriebe mit Saison- oder Leasingarbeitskräften, etc. Zudem gilt dieses Angebot für Betriebe und Organisationen, die aufgrund von Wohnverhältnissen und Unterkünften ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen, gemeint sind etwa größere Gemeinschaftsunterkünfte.

Betriebe, die meinen betroffen zu sein, können sich unter screening-betriebe@vorarlberg.at melden. Die Anfragen werden von der Sanitätsdirektion geprüft, mit dem bundesweiten Screening-Programm abgestimmt und die Testungen gemeinsam mit dem Roten Kreuz koordiniert. Entsprechend der Vorgabe des Bundes werden die Testkosten für eine Stichprobe (ca. 5,3 Prozent der Mitarbeitenden) übernommen. Sollte eine Testung weiterer Mitarbeitenden gewünscht sein, sind die Kosten vom Betrieb zu tragen. Die Kosten pro Test belaufen sich auf 45 Euro.

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(VOL.AT/VLK))

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