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Mehr als nur eine Sommerromanze!

©Wann & Wo
Wie zwei Vorarlberger durch ihre jeweiligen Sommerflirts die wahre Liebe fanden.

von Alyssa Hanßke/Wann & Wo

Schon in Grease besingen John Travolta und Olivia Newton-John mit dem Song „Summer Nights“ die unbeschwerte Leichtigkeit einer Sommerromanze. Den Mythos, dass sich Menschen gerade in den Frühlings- und Sommermonaten besonders häufig verlieben, kann wie Werner Walser, Leiter der Familieninsel Vorarlberg, nicht mit Sicherheit bestätigen: „Fest steht jedoch, dass es im Sommer mehr Möglichkeiten dazu gibt. Romanzen entstehen am häufigsten an Orten, an denen man wirklich Zeit hat, jemand anderes kennen zu lernen und es auch ausreichend Zeit für Zweisamkeit gibt. Ob das in Hotspots möglich ist, bleibt fraglich. Relativ viel Paare lernen sich im Urlaub kennen. Das kommt immer häufiger vor.“ Ob ein Urlaubsflirt jedoch Bestand hat, kommt auf die Einstellung der Beteiligten an, wie der Experte bestätigt: „Was nur als kurzweilige Urlaubsromanze angesehen wird, wird auch kein Potenzial zu einer richtigen Beziehung haben. Aber wenn es ernster wird und man sich ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen kann, dann kann auf jeden Fall eine ernsthafte Beziehung entstehen.“

Verliebt in Rhodos

Das weiß auch Thomas de Meyer. Eigentlich flog der Dornbirner Serviceberater für einen Junggesellenabschied auf die griechische Insel Rhodos. Als er gerade mit seinen Freunden aus war, trafen sie spätabends plötzlich auf eine Gruppe von griechischen Frauen, die für ein Partywochenende von Thessaloniki angereist waren. Eine der Damen, Athina, hatte es dem Dornbirner sofort angetan. „Es kam immer wieder zu Blickkontakt. Ich schenkte ihr ein charmantes Lächeln, das sofort von ihr erwidert wurde“, erinnert sich Thomas zurück. Doch gerade als er die schöne Fremde am anderen Tisch ansprechen wollte, tauchte die Freundin seines griechischen Begleiters auf. Einfach so aufzustehen und zu den Mädchen an den anderen Tisch hinüberzugehen, war also nicht mehr so leicht. Dann kam Thomas auf eine Idee: „Wir erzählten den Mädchen aus unserer Gruppe, dass wir uns langsam auf den Heimweg machen wollen. Eine kleine Notlüge.“ Als diese dann weg waren, kehrte die Männer in das Restaurant zurück. Um kein weiteres Risiko einer solchen Störung einzugehen, beschloss der Dornbirner, seine Chance zu nutzen. Einer seiner Freunde, ein gebürtiger Grieche, brachte ihm noch eine Begrüßung auf Griechisch bei und schon stand Thomas vor ihr: „‚Kalispera‘ grüßte ich sie total stolz. Sie dachte sich nur: ‚Wow, ein Grieche mit blonden Haaren und blauen Augen.‘ Eine Illusion, die nicht lange anhielt, immerhin war nach dem ersten ‚Hallo‘ bereits mein gesamter griechischer Wortschatz ausgeschöpft“, erzählt er schmunzelnd. Doch das hielt die beiden nicht auf: Es wurde übersetzt, auf Englisch und mit Händen und Füßen kommuniziert. Nummern wurden ausgetauscht und mit etwas Nachhilfe kam es bereits am nächsten Abend zu einem Treffen. Leider mussten Athina und ihre Freundinnen bereits am nächsten Tag abreisen. Doch Thomas hielt auch weiterhin über Social Media Kontakt zu der schönen Griechin. Schnell war klar, dass dies kein einfacher Urlaubsflirt bleiben sollte. Athina lud ihn ein, sie in ihrer Heimatstadt Thessaloniki zu besuchen. „Gesagt, getan. Etwas mulmig war mir schon zumute, bei dem Gedanken, alleine nach Griechenland zu reisen. Aber ich hab es durchgezogen.“ Gerade erst angekommen, mussten die beiden bereits eine erste Hürde überwinden: „Ein Auto fuhr unserem Taxi hinten auf. Ihr Bruder musste zur Abwicklung vorbeikommen, da ich ja die Rechtslage in Griechenland nicht kannte. So lernte ich ihn auch gleich kennen. Ab diesem Moment waren wir eigentlich ein Paar.“ Fünf Jahre ist das nun her. Fünf Jahre Beziehung mit dieser räumlichen Distanz. Doch die beiden hielten aneinander fest. Gegen Ende des Jahres, nach Abschluss ihres Studiums, will Athina zu ihrem Liebsten nach Dornbirn ziehen.

Sommerromanze aus dem Ländle

Etwas leichter, zumindest was die Entfernung zum Partner angeht, hatte es Jessica Kaffenberger aus Dornbirn. Dass sie ihren Sommerflirt eines Tages heiraten würde, hätte sie bei ihrem Kennenlernen 2015 vermutlich nicht gedacht. „Jens und ich hatten uns durch Freunde das eine oder andere Mal gesehen. Mehr als die Existenz des jeweils anderen wahrzunehmen, war da allerdings nicht“, erzählt sie lachend. Der Altacher war zu diesem Zeitpunkt außerdem vergeben, demnach zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht interessant für die gebürtige Alberschwenderin. Als es dann jedoch Sommer wurde, trafen sich die beiden beim Ausgehen wieder. Sie verstanden sich gut und plötzlich war zwischen der heute 23-Jährigen und ihrem zukünftigen Ehemann, der zu diesem Zeitpunkt wieder solo war, ein Knistern zu verspüren. Sie trafen sich immer öfter miteinander, „eigentlich den ganzen Sommer lang.“ Die beiden verliebten sich und wurden ein Paar. Wie in so vielen Beziehungen, galt es für die beiden einige Hürden zu überwinden, doch Jessica und Jens hielten an ihrer Liebe fest. Heute sind die beiden glücklich miteinander verheiratet. Der gemeinsame Sohn, Elias, macht das Glück noch komplett.

Die gesamte Ausgabe der Wann & Wo lesen Sie hier.

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