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Rohrbach sehnt sich . . . .

Philosophische Gespräche im Rosengarten.
Philosophische Gespräche im Rosengarten. ©Edith Hämmerle
Die Lockerungen in der Pandemiephase wurden im Rohrbach für philosophische Gespräche genutzt.
Philosophische Gespräche im Rosengarten.

Dornbirn. Dass sich die Pfarre Rohrbach nicht nur auf die Kirchenliturgie beschränken will, sondern neue Wege sucht, um sich nach außen zu öffnen, fand bereits beim ersten Projekt „Beeren-Nasch-Garten“ Gehör. Rohrbach sehnt sich nach sozialen Kontakten . . . das insbesondere nach einer langen Phase einer Pandemie. Die momentanen Lockerungen wurden für ein Zusammentreffen zu philosophischen Gesprächen im Freien genutzt – eine gemeinsame Aktion von PfarrCaritas, Pfarre Rohrbach und Bücherei. Der blühende Rosengarten zwischen Kirche und Pfarrzentrum bot am Freitag den passenden Rahmen zum gegenseitigen Austausch. Die wärmenden Sonnenstrahlen und der Duft, den die Rosen verströmten, beflügelten die Gespräche, die Sandra Küng begleitete, Thomas Hebenstreit begleitete mit passender Hintergrundmusik auf seiner Gitarre. „Leih mir dein Ohr und ich schenk dir mein Herz“ war unter anderem ein Impuls und gleichzeitig eine Einladung, sein Befinden mit einer anderen Person auszutauschen. Wie die Teilnehmer(innen) die Pandemiephase, die vieles auf den Kopf gestellt hat, bisher gemeistert haben, war ein weiteres Thema.

Kraft in der Natur tanken

Für Anna Feuerstein war es die Natur, die ihr Kraft gab. „Ich ließ mich von der Natur erden“, erzählt die 48-jährige Teilnehmerin und erwähnt außerdem drei Impulse, die Bischof Benno Elbs den Menschen in Zeiten der Pandemie ans Herz legte, die ihr Kraft gaben. „Das gab mir Ansporn, sagt sie, „meinen Weg neu zu überdenken, meine Antenne nach oben zu richten und aus dem Glauben heraus zu leben.“
Eine andere Teilnehmerin, Eva-Maria Langwieser (65), ist Sozialpatin bei der Caritas. Dass diese Kontakte mit Menschen pandemiebedingt weggefallen sind, war für sie schmerzlich. „Das hat mir sehr gefehlt“, erzählt sie. Hingegen hätten ihr die ausgedehnten Spaziergänge mit ihrem Mann geholfen, die manchmal auftretenden ängstlichen Gefühle zu überwinden. Für Ehemann Günther schien die Zeit endlos lang, in der er seinen Sohn, der in der Schweiz lebt, und dessen Familie, nicht sehen konnte.

Wünsche auf Glas

Mit „Rohrbach sehnt sich nach ….“ lud Gemeindeleiter Alfons Meindl alle rund um „seine“ Pfarrgemeinde bereits im Vorfeld ein, die Wünsche und Sehnsüchte zu Corona-Zeiten aufzuschreiben, und das auf eine ganz kreative Weise – nämlich an den Fensterscheiben des Pfarrzentrums. Die Pandemie sei für die Kirche wie auch für ihn und das Pfarrteam eine große Herausforderung. Statt Gemeinsamkeit war Distanz als vorgegebene Schutzmaßnahme nötig. Als konfliktbehaftet erwähnt der Kirchenmann auch das Maskentragen und Abstandhalten in der Pflicht, die Leute darauf hinweisen zu müssen. Doch die Freude habe er nicht verloren, vertraue er doch auf die vielen Bibelstellen und Psalmen mit der Botschaft: „Freut euch.“ EH

 

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