Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Der Winter „jagte“ die Schafe frühzeitig ins Tal

Dichtes Schneetreiben begleiteten die rund 840 Schafe und ihre Hirten am Freitag bei ihrer frühzeitigen Rückkehr aus dem Garneratal.
Dichtes Schneetreiben begleiteten die rund 840 Schafe und ihre Hirten am Freitag bei ihrer frühzeitigen Rückkehr aus dem Garneratal. ©est
Die Schafscheide fand bei winterlichen Verhältnissen statt.
Schofschädi in Gaschurn

Gaschurn Traditionell am letzten Samstag des Septembers geht im Gaschurner Ortsteil, Transtrauas, am Bargaplatz, die sogenannte „Schofschädi“ vonstatten. Aufgrund des angekündigten Schneetreibens warteten heuer nur die Schafbesitzer und einige Besucher auf die vierbeinigen Lieblinge. Aus Götzis kamen schon frühzeitig Schafbauern, um ihre Tiere abzuholen. „Wir haben 22 Schafe plus Lämmer auf der Garnera-Alpe. Wir sind sehr zufrieden und bringen schon aus Tradition unsere Tiere hier herauf“, so Klaus Winder.

Wie zu biblischen Zeiten – der gute Hirte mit seinen Schafen

Oder – „Eine Herde weißer Schafe ist mein Königreich“, singen die fidelen Mölltaler. Und so sah es auch so aus. Bei winterlichem Schneetreiben stürmten dann eine Horde von 840 Schafen in Begleitung ihrer Hirten „die Schöfer us am Garneratal“, wie die Krauthobler singen, aus dem Garneratal nach Gaschurn zum Sammelplatz. Ein Anblick, der manches Herz höher schlagen lässt. Besitzer und Besucher erwarteten die wolligen Tiere, die heute einmal wie Stars begrüßt wurden. „Ich freue mich so auf meine Schafe. Habe ich sie doch als kleine Schäflein im Frühsommer auf die Alpe geschickt und jetzt sind sie groß und haben manche schon Babys“, erzählt gerührt eine Schafbäuerin aus Tschagguns.

Der Alpsommer war gut

126 Tage sömmerten die Schafe auf der Alpe Garnera, auf 2500 Metern Seehöhe. Dabei durften sie ein großes Gebiet von Alpweiden abgrasen und manche haben sich auch dabei gut vermehrt. Etwa 50 Lämmer erblickten über den Sommer das Licht der Welt. Diese kleinen, teils kleinen, knuddeligen Winzlinge, manche sind erst vor drei Tagen „gefallen“, also sind erst drei Tage alt, wurden entweder persönlich von den Besitzern abgeholt oder wurden ins Tal gefahren und in der „Kinderstube“ liebevoll gehegt. Mehrere Hirten betreuten die Tiere über den Sommer, schauten nach dem Rechten und versorgten sie mit Salz. Bevor die Reise ins Tal beginnt, sammelten die Hirten die Schafe auf der Alpe. Auf Grund vom frühzeitigen Wintereinbruch wurde der Alpabtrieb einen Tag vorverlegt. Auf dem Sammelplatz gab es ein riesiges Schaf-Spektakel, es war wie ein Meer von Schafen, die blökend und meckernd auf das Kommende warteten. Wussten doch die Tiere nicht, was jetzt alles auf sie zukommt. Die Schafbauern suchten im Gehege nach ihren Tieren. Dabei waren Montafoner Steinschafe, Tiroler Bergschafe und viele andere Rassen, in verschiedenen Größen und Farben. Alpmeister Christian Wittwer mit seinem Team kontrollierten das Aussortieren der Schafe aus dem Gehege und vermerkten dies auf der Liste. Die Tiere kommen aus verschiedenen Teilen des Landes, sogar aus dem Bregenzerwald und dem Walsertal. Der Alpmeister und sein Team äußerten sich zufrieden über den Alpsommer und freuen sich schon auf den kommenden Sommer 2021. Die Schöfer vom Garneratal machten wieder einen guten Job. EST

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Gaschurn
  • Der Winter „jagte“ die Schafe frühzeitig ins Tal
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen