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Den Marktplatz in einen bunten Garten verwandeln

"Lasst Blumen sprechen", lautet das Motto des gut gelaunten Gärtners Andreas Frick.
"Lasst Blumen sprechen", lautet das Motto des gut gelaunten Gärtners Andreas Frick. ©Edith Rhomberg
 Andreas Frick ist Frühaufsteher und lässt gerne Blumen für sich sprechen.
Blumen auf dem Markt

 

Dornbirn. Ein kleiner Blumenladen ist es gerade nicht, der jahrein jahraus den Marktplatz jeden Mittwoch und Samstag erblühen lässt. Zumindest von Februar bis Anfang Dezember ist Andreas Frick mit seiner Crew in Dornbirn, aber auch auf anderen Märkten im Land präsent. „Ich liebe den Job“, sagt der 45-Jährige, der seit 15 Jahren hier Blumen verkauft. Das ist wohl die beste Voraussetzung dafür, die Arbeit, die immer härter werde, auch gut zu machen. Es braucht dazu weit mehr, als um halb fünf aufzustehen, die Blumen zu laden und auf die Verkaufsplätze zu transportieren. Der Gärtner informiert, dass der Fuhrpark des Betriebes A. & S. Frick OHG, dem 21 Mitarbeiter angehören, aus zwei LKW, drei Hängern und einem Ranger besteht.

Die Schnittblumen und Topfpflanzen stammen zum Teil aus der familieneigenen Produktion in Bürs. In der Gärtnerei mit 2.000 Quadratmetern und mehreren Glashäusern hat Andreas Bruder Silvano (48) das Sagen und vor allem die nötige Kompetenz. Die zwei Brüder folgen der Familientradition. „Wir haben den Betrieb unseres Vaters übernommen und teilen die Bereiche auf. Jeder von uns macht das, was er am besten kann“, so Andreas schmunzelnd. Er übernimmt ganz freiwillig den Part des Verkaufens, denn der Kontakt mit den Menschen, ein kleiner Schmäh und ein freundliches Lächeln auf den Lippen, sind seine Stärke. Silvano kümmert sich derweil um den Anbau von Sonnenblumen oder Zierkürbissen. Auch seine Küchenkräuter, darunter Origano oder Minze aus biologischem Anbau, sind auf dem Markt gefragt.

Nicht in Konkurrenz mit Floristen

Es wird nahezu jeder Wunsch erfüllt am großen Blumenstand, auch eine einzelne weiße Calla, die übrigens zu Andreas Lieblingsblumen zählt, wird für eine Kundin aus dem Bund gezupft. Als Konkurrenz zu ortsansässigen Floristen sieht sich Andreas Frick aber nicht. „Wir machen keine kunstvollen Blumensträuße, wie die das können“, erklärt er den Unterschied.

Was hier im Land nicht so recht gedeihen will, wird auf der Blumenbörse im niederländischen Alsum bestellt. Nur zwölf Stunden später trifft die Ware hier ein. „Es gibt keinen Zwischenhandel und die Wege sind kurz“, betont Andreas Frick, der vor allem mit frischer Ware und mit einem guten Preis punkten will. Auf exotische Blumen aus fernen Ländern will er bewusst verzichten. Vom Einfliegen von Früchten und Blumen hält er nichts. Derzeit sind Hortensien, Gladiolen und vor allem auch heimische Sonnenblumen und Zierkürbisse gefragt. Sie finden sich als dekorative Bouquets in Kirchen, Hotels und natürlich in privaten Wohnungen wider. „Einen Anlass dafür, Blumen zu schenken, gibt es immer“, weiß Andreas Frick. Nicht umsonst lautet sein Motto: „Lasst Blumen sprechen!“

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