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Das ist der Super Tuesday

Am Dienstag startet die heiße Phase im US-Wahlkampf.
Am Dienstag startet die heiße Phase im US-Wahlkampf. ©AP, AFP
Der US-Vorwahlkampf der Demokraten geht in eine entscheidende Phase.

Am Dienstag kommender Woche wird in 14 US-Staaten gewählt. Der Gewinner des "Super Tuesday" könnte das Ticket, gegen Donald Trump um die Präsidentschaft kämpfen zu dürfen, nahezu in der Hand haben. Was genau ist der Super Tuesday und warum ist er wichtig? Ein paar Fakten zum Höhepunkt der Vorwahlsaison:

8 Kandidaten im Rennen

Der Super Tuesday könnte das entscheidende Wahlereignis im Vorwahlkampf der Demokraten sein. Insgesamt werden am Dienstag dem 3. März in 14 US-Staaten und einem US-Territorium Wahlveranstaltungen der Demokraten abgehalten, um sich auf einen Kandidaten zu einigen. Noch immer ist die Auswahl groß: insgesamt 8 Kandidaten kämpfen um die Gunst der demokratischen Wähler.

Wie auch bei bereits bei den ersten Vorwahlen zählen nicht die Wählerstimmen in Prozent, sondern die Anzahl der erzielten Delegierten. Jeder US-Staat kann eine dem Wahlergebnis proportionale Anzahl an Delegierten zum Bundesparteikongress der Demokraten entsenden. Die exakte Zahl dieser Delegierten basiert auf der Bevölkerungsanzahl und der Wichtigkeit des Staates in der demokratischen Bundespartei. Beim Bundesparteikongress der Demokraten im Juli wird dann der Präsidentschaftskandidat mit den Stimmen der Delegierten offiziell nominiert.

Vorwahl im Miniformat

Am Super Tuesday wählen verschiedenste Staaten: Von den demokratischen Hochburgen wählen Massachusetts, Kalifornien, Maine und Vermont. Bei den traditionell republikanischen Staaten wird in Texas, Arkansas, Oklahoma, Alabama, Utah und Tennessee ebenfalls abgestimmt. Zudem wählen Colorado, North Carolina, Virginia sowie Minnesota. Auch das US-Territorium American Samoa sowie Demokraten im Ausland sind wahlberechtigt und dürfen Delegierte entsenden. Wegen dieser Mischung gilt der Super Tuesday als Vorwegnahme der eigentlichen Wahl im Miniformat. Die Überlegung: Wer sich am Super Tuesday klar durchsetzt, hat auch im ganzen Land die Nase vorne.

Was den heurigen Super Tuesday besonders macht, ist vor allem, dass auch der an Delegierten reiche Staat Kalifornien wählt. Bis dato hatte der Westküstenstaat seine Vorwahlen immer erst im Juni abgehalten und hatte damit deutlich weniger Bedeutung. Ein Drittel der Delegierten am heurigen Super Tuesday kommt aus dem sonnigen Westen: Insgesamt 415 Delegiertenstimmen aus Kalifornien gilt es zu verteilen.

Ebenfalls stark an Delegierten sind Texas (228 Delegierte), North Carolina (110 Delegierte) sowie Virginia (99 Delegierte) und Massachusetts (91 Delegierte).

Sanders vorne

Allein Massachusetts vergibt somit doppelt so viele Delegierte wie Spitzenreiter Bernie Sanders in den drei bisherigen Vorwahlen sammeln konnte. Er liegt mit 45 Delegierten vor Pete Buttigieg (25) und Ex-Vizepräsident Joe Biden (15). Die Senatorinnen Elisabeth Warren (8) und Amy Klobuchar (7) konnten ebenfalls schon Stimmen sammeln. Die anderen Kandidaten sind bisher leer ausgegangen.

Aktuell liegt bei den bisher erzielten Delegiertenstimmen Bernie Sanders mit 45 vorne. An Stelle Nummer zwei liegt derzeit Pete Buttigieg mit 25 Delegierten. Ex-Vizepräsident Joe Biden hält nach einem starken Ergebnis in Nevada bei 15 Delegierten. Senatorin Elizabeth Warren hält bei 8 Delegierten und Amy Klobuchar bei 7. Die anderen Kandidaten im Rennen um das Präsidentschaftsticket konnten bis dato keine Delegiertenstimmen für sich verbuchen.

400 Millionen Dollar Werbebudget

Die größte Unbekannte unter den acht Kandidaten ist Michael Bloomberg. New Yorks Ex-Bürgermeister wird am 3. März zum ersten Mal auf den Stimmzetteln der Wähler stehen. Seine Strategie war, die Frühwahlstaaten Iowa, New Hampshire, Nevada und South Carolina auszulassen, um sich ganz auf den Wahlkampf in den an Delegierten reichen Super-Tuesday-Staaten zu konzentrieren. Dafür nahm der Multimillardär ein Rekordwerbebudget von mehr als 400 Mio. Dollar (369,00 Mio. Euro) in die Hand.

Insgesamt werden am Super Tuesday 1.357 Delegiertenstimmen vergeben. Das ist mehr als ein Drittel der insgesamt 3.979 Delegiertenstimmen am Nominierungsparteitag, der vom 13. bis 16. Juli in Milwaukee (Wisconsin) stattfindet. Die magische Schwelle zur absoluten Mehrheit liegt bei 1.991 Delegierten. Hat ein Kandidat diese Stimmenanzahl erreicht, ist ihm die Nominierung nicht mehr zu nehmen. Allerdings gibt es beim Kongress noch Hunderte Superdelegierte. Sie kommen ins Spiel, wenn im ersten Wahlgang kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht.

(APA)

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