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All‘s Dialekt – Ein Hochgenuss auf Mundartisch

Oma Lilli und Paul im Hochzeitsrausch
Oma Lilli und Paul im Hochzeitsrausch ©Pezold
Da hatten sich die Organisatoren einiges einfallen lassen, um der Mundart eine Plattform zu bieten.
All‘s Dialekt – Ein Hochgenuss auf Mundartisch

Hohenems. „ Ois dabei, Gitarr, Keyboard und Woschbrettl!“ Stefan Otto bewies auf seine fröhliche bayrische Art, was man auf mundartisch alles anstellen kann. Das Urgestein aus Niederbayern eröffnete am Mittwochabend das Hohenemser Mundart Festival und gab den Startschuss zu lustigen Tagen mit Ausdrücken, die so manch einer noch nie gehört hat. Im Löwensaal blieb kein Auge trocken ob der Auswahl an Comedians, die Dieter Heidegger, Michael Willam und Harald Eisenhofer eingeladen hatten, sich am Festival zu beteiligen.

Hochzeitsrausch und Schimpfesworte

Mit Worten des Fluchens, des Schimpfens und des Spottens ist Wolfgang Berchtolds neuestes Werk gespickt. Rund 2500 Wörter hat der Götzner gesammelt und in seinem Buch zusammengefasst, das er im Foyer des Löwensaals einem schmunzelnden Publikum vortrug. Selbst Jugendliche, die der Autor befragte, brachten es in kürzester Zeit auf 280 Schimpf- und Fluchwörter. Ob Lalli, Lappi, Depp oder Strohkopf, Berchtold hatte sich die Mühe gemacht und viele der Worte nach ihrem Ursprung hin untersucht. „So ist z.B. ein Eumel, ein liebenswerter Trottel“, so der Verfasser des Buches. Während die Gäste noch die Fluchworte verdauten, wartete schon Gabi Fleisch auf der Löwenbühne, um als Hertha den Sinn des Lebens zu erforschen und ernsthaft an Verehelichung zu denken. Oma Lilli war da schon einen Schritt weiter und tauschte beflissen die Ringe mit Paul, nicht ohne den ironischen, leicht bissigen Humor zu Buche zu tragen.

Munart vom Feinsten im Löwensaal

Auch Mundartrock vom Feinsten konnte das Publikum im Löwen sich zu Gemüte führen – Kopfeck steht für die bayrische Seele und brachte eine geballte Ladung an Mundartmusik auf die Bühne. Den Leuten gefiel der Tonfall, der im Löwensaal am Festival-Wochenende herrschte, schließlich ist der heimische Dialekt das Erste, was wir an Sprache lernen und die begleitet uns ein Leben lang. Mit einer Bierverkostung am Samstagabend wurden die Gäste auch kulinarisch mit Außergewöhnlichem verwöhnt.

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