Frühlingszeit ist Zeckenzeit – auch in Vorarlberg: Darauf sollten Sie jetzt achten

Von Saskia Heel (VOL.AT)
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Dornbirn – Die warmen Temperaturen locken nicht nur viele Wanderer und Biker ins Freie, auch die Zecken im Ländle werden wieder aktiv. Besonders im hohen Gras und im Wald ist Vorsicht geboten. Schutz bietet nur lange Kleidung und eine Impfung.

In Hecken oder Gebüschen fühlen sich Zecken besonders wohl. Jetzt im Frühling, wo die Hosen wieder kürzer werden, haben die Blutsauger leichtes Spiel. Die Folgen eines Zeckenbisses können Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose sein. Auch Vorarlberg zählt seit einigen Jahren zum Risikogebiet.

Bei sieben Grad Celisus aktiv

Hat es tagsüber mehr als sieben Grad Celsius werden die Zecken aktiv. “Dies kann in sehr warmen Wintern auch schon im Jänner sein”, weiß Klaus Zimmermann von der Inatura Dornbirn. “Zecken reagieren sehr schnell und können auch wieder inaktiv werden, wenn es kalt wird.” Aufgrund dieser Anpassungsfähigkeit ist es schwierig eine genaue Zeckensaison zu datieren. “Man kann fast schon sagen, dass das ganze Jahr über Zeckensaison ist”, so Zimmermann.

Im hohen Gras und in Hecken fühlen sich Zecken besonders wohl. / (c) dpa
Im hohen Gras und in Hecken fühlen sich Zecken besonders wohl. / (c) dpa

Art der Zecken ist entscheidend, nicht die Anzahl

Die Anzahl an Zecken variiert von Jahr zu Jahr, allerdings sei diese nicht ausschlaggebend für die Infektionsgefahr. “Vielmehr kommt es darauf an, ob sie mit Krankheiten wie FSME oder Borreliose infiziert sind”, erklärt Zimmermann. Diesbezüglich seien allerdings nur geringfügige Veränderungen zu erkennen.

Zecken übertragen Krankheiten wie beispielsweise FSME und Borreliose. / (c) APA Zecken übertragen Krankheiten wie beispielsweise FSME und Borreliose. / APA ©

Kleidung ist der beste Schutz

Um sich vor einem Zeckenbiss zu schützen, sind lange Hosen aus festem Stoff am besten geeignet. “Es gibt auch chemische Substanzen, die die Tiere abwehren. Diese sind allerdings nicht immer gut verträglich für die Haut”, gibt Klaus Zimmermann an. Wichtig sei zudem, sich nach einem Besuch im Freien gründlich nach eventuellen Zecken am Körper zu untersuchen. “Im Gegensatz zu FSME wird Borreliose nicht direkt beim Biss übertragen, sondern erst nach 24 Stunden Kontakt zwischen Mensch und Zecke. Durch eine Impfung und rechtzeitiges Entfernen ist man, zumindest gegen Borreliose, weitgehend geschützt”, so Zimmermann.

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