Corona-Ampel: Rüscher setzt auf kooperative Bevölkerung

LR Rüscher spricht am Freitag über die Einführung der Corona-Ampel.
LR Rüscher spricht am Freitag über die Einführung der Corona-Ampel. ©VOL.AT/Mayer
Vorarlbergs Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) hofft in Hinblick auf die Corona-Ampel auf die Kooperation der Bevölkerung, solange die gesetzliche Grundlage des Bundes, also die Novellierung des Epidemiegesetzes und des Covid-19-Maßnahmengesetzes, noch aussteht.
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In Vorarlberg stehe die Ampel "ganz klar auf grün", so Rüscher am Freitag.

Bereitschaft der Bevölkerung

Sie würde sich zwar "wohler fühlen", wenn Ampel und die rechtliche Basis dafür gleichzeitig gestartet wären, doch bis zur Novelle, die Ende September beschlossen werden soll, behelfe man sich mit den bisherigen Rechtsgrundlagen und den darin vorgesehen Maßnahmenkatalogen. Außerdem hoffe sie im Fall einer Änderung der Infektionslage, dass die Bereitschaft der Bevölkerung höher ist, auch Empfehlungen zu folgen. "Die Frage ist: Braucht es immer ein Gesetz, um uns etwas Sinnvolles nahezubringen?", so die Landesrätin.

"Xsund"-App des Landes

Bei der Information der Bevölkerung setzt Vorarlberg auch auf die neue App "Xsund", über die Push-Nachrichten versendet werden. Man werde informieren, welche Maßnahmen empfohlen und welche verbindlich sind, so Rüscher. Bei der Risikoeinschätzung in Hinblick auf die Ampelfarbe folge man der medizinischen und epidemiologischen Expertise, ein einzelner Ausbruch in einem Betrieb oder einer Schule habe nicht automatisch eine Umschaltung der Corona-Ampel zur Folge, betonte die Landesrätin.

Tests werden schneller

Man arbeite seit Wochen an der Verkürzung der Corona-Testzeiten und der Aufstockung des Personals. Derzeit stehe man bei 800 bis 900 Testungen täglich, die Spanne zwischen Ein- und Ausgang im Labor betrage 26 Stunden. "Wir verkürzen uns laufend", so Rüscher. Bis Jänner sollen neue Großgeräte die Kapazitäten verdoppeln. Da man in Vorarlberg mit Testgeräten verschiedener Hersteller arbeite, könne man Engpässe bei Reagenzien - die Versorgungslage sei dort schon einmal besser gewesen - gut ausgleichen. Die Digitalisierung helfe bei einer raschen Informationsweitergabe. Zudem wolle sie die Sanitätsabteilung, die in den vergangenen Monaten Großartiges geleistet habe, weiter stärken,, sagte Rüscher. Derzeit sind in Vorarlberg 61 Personen aktiv an Corona erkrankt, drei mehr als am Vortag.

Rüschers Resort-Schwerpunkte

Bei der Pressekonferenz stellte die Gesundheitslandesrätin unter dem Motto "Xsundblieba - Gesundheitsland Vorarlberg" die Schwerpunkte für ihr Ressort vor, coronabedingt verspätet. Zentral seien das Gesundbleiben, also die Gesundheitsförderung und Prävention, ein gutes Leben bei Einschränkungen, die bedarfsgerechte und wirtschaftliche Weiterentwicklung des Gesundheitssystems, das Halten von Fachkräften, die Verringerung von OP-Wartezeiten und eine Verbesserung der Vernetzung und Kooperation aller Systempartner. Als neue, dem Hausarzt vorgelagerte Ebene wolle sie die Telemedizin, bzw. eHealth, einziehen. Dazu soll etwa die Gesundheitshotline 1450 mit neuen Projekten ausgebaut werden. Zudem wolle man Mitarbeiter im Gesundheitssystem und die Bevölkerung über Befragungen immer wieder einbeziehen. Als "Gesundheitsradar" kündigte Rüscher einen mehrjährigen Gesundheitsbericht des Landes an.

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