"Wir garantieren die Stabilität im Land"

Grünen-Klubobfrau Sigi Maurer sprach in "Vorarlberg LIVE" über Femizide, die Pandemie und den Rücktritt von Sebastian Kurz.

Am Donnerstagmittag gab Ex-Kanzler Sebastian Kurz überraschend den Rückzug aus der Politik bekannt. Auch die Grünen, Regierungspartner der ÖVP, haben erst am Vormittag von der Entscheidung erfahren, so Klubobfrau Sigi Maurer in "Vorarlberg LIVE". Auf ihre Arbeit habe die Entscheidung von Kurz aber nur wenig Auswirkung. "Mein Gegenüber war immer August Wöginger." Die Weiterführung der Regierung müsse nun das oberste Ziel sein, es gebe schließlich noch immer sowohl eine Pandemie als auch die Klimakrise zu bekämpfen. Ob die ÖVP einen neuen Kanzler stellen wird, sei dafür nicht relevant. "Wir garantieren die Stabilität im Land." Eine Entscheidung darüber wird am Freitag erwartet. Neuwahlen sind für Maurer indes ausgeschlossen, jegliche Spekulationen weist sie ab. "Ich finde es fehl am Platz, jetzt wahlstrategische Spielchen zu betreiben."

Video: Maurer über Straßenbau

In Sachen Klimaschutz sorgte in den vergangenen Tagen die Grüne Umweltministerin Leonore Gewessler für Aufsehen. Nach der Absage des Lobautunnels wackeln auch andere Projekte. Dass aber genau dieses Projekt eigentlich im Bundesstraßengesetz geregelt ist, sei so nicht der Fall, erklärt Maurer im Interview mit VOL.AT-Chefredakteur Marc Springer. Im genannten Gesetz seien viele Projekte verankert, teilweise würden diese schon mehrere Jahre auf eine Umsetzung warten und seien heute überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Die Ergebnisse der Evaluierung des Umweltminsteriums würden nun wieder der ASFINAG vorgelegt werden, dann werde man über die weiteren Schritte beraten. "Manche Dinge werden so gebaut, wie sie ursprünglich geplant waren, manche Dinge werden gar nicht gebaut und für andere Dinge wird man Alternativen suchen."

Video: Maurer über Femizide

Ein großes Anliegen für Sigi Maurer ist die steigende Zahl der Femizide in Österreich. Man habe bereits das Frauenbudget erhöht, außerdem sei das größte Gewaltschutzpaket aller Zeiten geschnürt worden. Dies helfe zwar, laut der Politikerin müsse man aber auch bei den Tätern ansetzen. Die Verantwortung in gewalttätigen Beziehungen werde immer den Frauen zugeschoben. Es müsse also das Ziel sein, Männer zu erreichen, bevor es zu Gewalt kommt. Die Rollenbilder würden bereits in der Kindheit geprägt werden. Schon im Kindergarten würde man Burschen sagen, sie sollen nicht weinen, das wäre schwach, oder wenn jemand ihn angreift, solle er einfach zurückschlagen. "Gewalt wird als Lösung angeboten." Bei der Sensibilisierung wolle man deshalb schon bei den Eltern ansetzen.

Video: Maurer über Lockdown und Corona-Demos

Neben Sigi Maurer war auch Christian Holzinger, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Herz- und thorakale Gefä´´ßchirurgie, zu Gast in "Vorarlberg LIVE".

Die gesamte Sendung

(VOL.AT)

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