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Wald und Bregenzerach als Lernorte

Mit Sicheln befreiten die BORG-Schüler das Waldstück von dem Brombeergestrüpp.
Mit Sicheln befreiten die BORG-Schüler das Waldstück von dem Brombeergestrüpp. ©ME
BORG-Schüler waren in Egg der Natur auf der Spur.
Lernorte Wald und Bregenzerach

Egg. In den vergangenen zwei Wochen gingen für die Wald-Wahlpflichtfächer am BORG Egg die ersten Einheiten im Gelände über die Bühne. In der Junkerau erläuterte Waldaufseher Rafael Fetz an konkreten Beispielen das Wachstum der heimischen Bäume sowie die hemmenden Faktoren. Am „Lernort“ in Pfarrers Wald soll für die SchülerInnen des Gymnasiums ein Übungsgebiet und Experimentierfeld entstehen, in dem unterschiedlichste Baumarten angepflanzt und deren Entwicklung in Hinblick auf die steigenden Temperaturen beobachtet werden. Neben der an Trockenphasen leidenden Fichte sollen auch trockenresistentere Arten wie z.B. Eiche oder Walnuss gepflanzt und deren Wachstum erfasst und dokumentiert werden. Eifrig wurde von den Schülerinnen und Schülern der Standort, eine alte Holznutzung, in mühsamer Arbeit vom Brombeergestrüpp befreit. Bewaffnet mit Klappsägen, Baumscheren und Sicheln wurden die schon überwucherten Weißtannen freigestellt.

Fischbestandsaufnahme

Dass der Wald auch wesentlichen Einfluss auf die Bregenzerach als Lebensraum hat, erfuhren die Gymnasiasten mit ihrem Lehrer Thomas Rüscher kurze Zeit später. Die Gruppe traf auf Mag. Nikolaus Schotzko, Leiter des Landesfischereizentrums Vorarlberg, und Mitglieder des Fischereivereins Bregenzerwald mit Obmann Alfred Mair. Diese führten im Rahmen der Gewässerzustandsüberwachung eine Fischbestandsaufnahme durch. Mit Elektrofischereigeräten wurden die Fische einer Probestrecke gefangen, betäubt, nach Art bestimmt und vermessen und danach wieder zurückgesetzt. Die Fischbesiedlung dient als Indikator für den ökologischen Zustand der Gewässer.

Alarmierendes Ergebnis

Mag. Schotzko erklärte, dass in dem Testabschnitt der ökologische Zustand unbefriedigend bzw. schlecht (Klasse 5 von 5) sei. Vor fünf Jahren war die Bachforelle mit über 90 % der Biomasse die vorherrschende Art, nun aber wurden nur noch zwei Forellen in diesem Testabschnitt gefangen. Als Ursachen für dieses doch erschreckende Ergebnis führte der Fachmann verschiedene Gründe an. Unter anderem sind die veränderten Temperaturen, die Restwassersituation durch Ausleitungen in Bezau und Bersbuch, die zunehmende Freizeitnutzung, Wehre, die Belastung mit Feststoffen aus der Speicherbewirtschaftung sowie die zunehmende Anzahl an Prädatoren (z.B. Graureiher und Gänsesäger) ausschlaggebend. Lehrer Thomas Rüscher bedankte sich bei Waldaufseher Rafael Fetz und den Fischereiexperten für die interessanten und informativen Stunden. ME

 

 

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