Vorarlberg: Coronavirus gefährdet Bemühungen um Gleichberechtigung

Laut LR Wiesflecker warf die Coronakrise die Frauenförderung mehrere Schritte zurück.
Laut LR Wiesflecker warf die Coronakrise die Frauenförderung mehrere Schritte zurück. ©VOL.AT/Hartinger
Die Coronakrise sei aus frauenpolitischer Perspektive ernüchternd und alarmierend, so Landesrätin Katharina Wiesflecker.

"Tatsache ist, dass besonders die Frauen durch die fehlende Kinderbetreuung und das Home-Schooling belastet wurden", so Landesrätin Katharina Wiesflecker in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Man habe die alte Rollenverteilung wieder eingenommen - die Frau kümmert sich um Haus und Kind, der Mann verdient Geld. "Sein Job hat Vorrang, weil viele Frauen Teilzeit arbeiten." Aufgrund der angespannten Lage am Arbeitsmarkt, sei außerdem zu befürchten, dass es für Frauen schwierig sein wird ins Erwerbsleben zurückzufinden.

Zwei bis drei Schritte zurückgeworfen

Die Situation zeige, welch großer Handlungsbedarf in Sachen Gleichstellung der Geschlechter nach wie vor bestehe. Die Coronakrise habe das bisher Erreichte wieder um zwei bis drei Schritte zurückgeworfen. Einen entscheidenden Hebel zur Überwindung von klassischen Rollenzuschreibungen sieht Wiesflecker bei den Männern. "Es muss gelingen, gemeinsam eine partnerschaftliche Rollenaufteilung zu entwickeln, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

Auch das Land Vorarlberg will sich weiter für die Gleichstellung engagieren. Für das Frauennetzwerk, das sich mit 40 Regionen- und Frauensprecherinnen im ganzen Land einsetzt, werden bis 2025 in Summe 126.500 Euro zur Verfügung gestellt. Für 2021 ist außerdem die Publikation eines neuen Berichts zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Vorarlberg geplant.

(VOL.AT)

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