Tiertransporte nach Bozen gestoppt: So reagiert der VGT

Über einen kleinen Erfolg freut sich der Verein gegen Tierfabriken.
Über einen kleinen Erfolg freut sich der Verein gegen Tierfabriken. ©VGT/Sams
Der "Verein gegen Tierfabriken" freut sich über die Neuregelung in Sachen Kälbertransporte.
Tiertransporte nach Bozen werden gestoppt
VgT bringt Anzeigen ein
VGT dokumentiert illegale Kälbertransporte

Kein einziges Kalb hat am Montag das Vorarlbergverlassen, um eine Reise in italienische Mastanlagen oder weiter anzutreten.

Dies sei ein kleiner, aber sehr wichtiger Teilschritt für den Tierschutz im Land in Österreich, schreibt der Verein in einer Presseaussendung.

VGT-Kampagnenleiter Tobias Giesinger ist glücklich über diesen Etappensieg: „Seit Jahren machen wir intensiv auf das Tierleid aufmerksam, das durch diese Transporte verursacht wird. Darauf, dass Österreich konsequent gegen EU-Recht verstößt. Wir konnten beweisen, dass Amtstierärztinnen illegal handeln, wenn sie die Transportpapiere unterzeichnen. Und wir haben die Bevölkerung aufklären können, welches immense Leid sich hinter dem Produkt Kuhmilch versteckt. Jetzt gibt es ein erstes Handeln, das Grund zur Hoffnung gibt.“

Illegale Kälbertransporte nach Spanien

Österreichische Kälber wurden ohne ausreichende Versorgung und unter Nichteinhaltung der zulässigen Transportdauer bis ins 2000 Kilometer entfernte Spanien transportiert.

“Unsere Recherchen mit Videos von schreienden, hungernden und unter den Strapazen des Transportes gestorbenen Kälbern haben die Menschen erschüttert. Jetzt haben wir einen entscheidenden Etappensieg errungen – kein einziges Kalb hat gestern Vorarlberg verlassen, um den mehrtägigen Transport ins Ausland anzutreten”, schildert Tobias Giesinger bewegt.

Es dürfe jedoch nicht bei diesem ersten Vorstoß bleiben – bundesweit würden Kälber nach wie vor auf illegalem Weg nach Italien, Spanien und weit über die EU-Grenzen hinaus transportiert. „Jetzt müssen auch die anderen Bundesländer mitziehen. Vorarlberg hat mit dem Transport-Stopp eingestanden, dass hier etwas massiv nicht in Ordnung ist. Wir lassen nicht locker, bis hier zumindest rechtskonform gehandelt wird. Auch die verantwortliche Tierschutzministerin Beate Hartinger-Klein muss jetzt Farbe bekennen. Die illegalen Transporte gehören verboten und zwar sofort.“

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