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Verzögerung für Firmen bei Entschädigungszahlungen

Burtscher, Bezirkshauptmann von Feldkirch, bestätigte gegenüber der Wirtschaftspresseagentur stellvertretend für die vier Vorarlberger Bezirkshauptmannschaften, dass es zu deutlichen Verzögerungen von teilweise bald einem Jahr komme.
Burtscher, Bezirkshauptmann von Feldkirch, bestätigte gegenüber der Wirtschaftspresseagentur stellvertretend für die vier Vorarlberger Bezirkshauptmannschaften, dass es zu deutlichen Verzögerungen von teilweise bald einem Jahr komme. ©VOL.AT/Steurer
Bei den Bezirkshauptmannschaften warten derzeit an die 12.000 Anträge von Firmen, die Entschädigung für eine Pandemie-bedingte Absonderung von Mitarbeitern wollen, auf ihre Bearbeitung.

Wie die Wirtschaftspresseagentur.com unter Berufung auf Bezirkshauptmann Herbert Burtscher berichtete, kamen die Verzögerungen in erster Linie zustande, weil schwierige rechtliche Fragen abgeklärt werden mussten. Nun soll ein neues EDV-Programm die Bearbeitung beschleunigen.

Fragen erst Ende 2020 geklärt

Burtscher, Bezirkshauptmann von Feldkirch, bestätigte gegenüber der Wirtschaftspresseagentur stellvertretend für die vier Vorarlberger Bezirkshauptmannschaften, dass es zu deutlichen Verzögerungen von teilweise bald einem Jahr komme. Grund sei, dass die Bezirkshauptmannschaften sich zuerst auf eine österreichweit einheitliche Auslegung der Entschädigungsbedingungen festlegen mussten: "Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen in Vorarlberg anders entschädigt wird als in Kärnten." Erst Ende 2020 seien alle Fragen geklärt gewesen.

700 neue Anträge pro Woche

Zudem habe die bisher geringe Automatisierung im IT-Bereich an den Bezirkshauptmannschaften die Arbeit erschwert, so Burtscher. Land und Bezirkshauptmannschaften hätten nun ein eigenes Programm entwickelt, das eine schnellere Abwicklung erlaube. Es ist seit Februar in Betrieb. Pro Woche kommen derzeit bis zu 700 neue Anträge dazu, die Bearbeitung aller Anträge dürfte Monate in Anspruch nehmen, so Burtscher.

Von den knapp 12.000 Anträgen, die seit März 2020 gestellt wurden, sind laut dem Bericht bisher 1.465 bearbeitet worden, in rund 180 Fällen sei den Firmen eine Entschädigung zugestanden und auch bereits ausbezahlt worden. Dass die meisten bisher bearbeiteten Fälle keinen Anspruch auf Entschädigung habe, liege an Unklarheiten zu Beginn der Pandemie, hieß es: So gebe es für freiwillige Absonderungen, die damals nach etwa nach Aufenthalten im Arlberggebiet empfohlen wurden, keine Entschädigung.

(APA)

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