Trotz zwei Niederlagen einen großen Schritt gemacht

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Der Auftritt von Freistilspezialist Johannes Ludescher beim Großen Preis von Frankreich macht Hoffnung. Schedler, Kessler und Gevorgizian verloren auch alle Kämpfe

In Nizza musste sich der ÖRSV-Kaderathlet einer harten Konkurrenz stellen. Martin Klien, Präsident des Ringsportverbandes Vorarlberg, sagt klar und deutlich: „Der Weg von Johannes Ludescher nach oben ist auf jeden Fall erkennbar.“

Im Limit bis 125 Kilo zog er ein schweres Los. Doch gegen den mehrfachen Welt- und Europameister Geno Petriashvili zog sich der Athlet des KSK Klaus achtbar aus der Affäre. Bei der knappen 0:4-Niederlage hat er laut Freistil-Bundestrainer und Sportdirektor Jörg Helmdach einen guten Eindruck hinterlassen. Er sei auch mental voll bei der Sache gewesen. Er attestiert dem Vorarlberger einen super Kampf. „Nur zwei technisch-taktische Fehler führten zum Punktverlust“, so Helmdach.

Klien, der den Kampf online live verfolgte, sagt über seinen Schützling: „Ludi hat sich hier mehr als gut verkauft“. Weil der Georgier das Finale erreichte, konnte auch Ludescher in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen. Sein Gegner war hier Gennadij Cudinovic, amtierender deutscher Vizemeister von 2019. Knapp unterlag Ludescher mit 1:3-Wertungspunkten, wobei der ÖRSV-Starter sogar mit 1:0 führte. „In der zweiten Kampfhälfte hat er sich ein wenig das Heft aus der Hand nehmen lassen. Johannes hat nie aufgesteckt. Insgesamt waren das aber gute Leistungen in beiden Kämpfen. Das macht Hoffnung.“ 

In die gleiche Kerbe schlägt auch Kai Nöster, der „Ludi“ ebenfalls einen starken Auftritt in Nizza bescheinigte. „Für ihn war es der erste große Wettkampf mit Weltklasse-Gegnern.“ Seit knapp elf Monaten stand der Kaderathlet des RSVV wieder bei einem offiziellen Turnier auf der Matte. Nöster vergleicht diese Situation mit einem Turmspringer, der nach Monaten auf den Turm steigt und etwas ängstlich vor dem Sprung in die Tiefe schaut. Doch der Nationalringer des KSK Klaus habe diese Hürde mit Bravour gemeistert. „Ich kann nur den Hut davor ziehen.“ Allein am Ergebnis könne man den Auftritt nicht festmachen. „Ludi fehlt für solche Kämpfe noch die Erfahrung. Seine körperliche und mentale Verfassung spricht aber derzeit für ihn“, analysiert RSVV-Sportdirektor Nöster und macht deutlich: „Training bei uns im Ländle ist alles schön und gut. Aber er braucht die Vielseitigkeit. Wenn wir ihn auf den Wettkampf so gut wie möglich vorbereiten, dann haben wir es geschafft.“ Selbst Martin Klien ist nicht entgangen, dass sich Johannes Ludescher gesteigert hat. „Er ist nicht mehr so weit weg.“

Jede Menge Erfahrung haben auch Sargis Gevorgizyan (Hörbranz), Jeannie Kessler (Klaus) und Florine Schedler (Wolfurt) in Nizza gesammelt. Gevorgizyan verlor seine beiden Duelle im Limit bis 55 Kilo der Griechisch-Römisch-Spezialisten deutlich. Je zwei Kämpfe bestritten die beiden RSVV-Kaderathletinnen, die sie deutlich abgaben.

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