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SPÖ Chefin Pamela Rendi-Wagner im Ländle

SPÖ Chefin Pamela Rendi-Wagner war am Freitag in Vorarlberg unterwegs. Neben einem Treffen mit Jugendlichen und einem Abstecher zum Beach-Volleyball in Wolfurt, stand auch ein Treffen mit dem Bludenzer SPÖ-Bürgermeisterkandidat auf dem Programm.

Natürlich nützte die SPÖ Vorsitzende den Besuch auch, um für ihre Vorschläge zur Bekämpfung der Coronakrise zu werben. Vor allem die Themen 4-Tage-Woche, Förderungen für Umschulungen im Sozialbereich und ihre Vorstellungen einer Steuerreform standen beim Interview im Vordergrund.

Kritik an der Bundesregierung

Während Rendi-Wagner zu den Maßnahmen zu Beginn der Krise nach wie vor Lob findet, kritisiert sie vor allem die Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft als viel zu gering. In Zeiten der Krise müsse der Staat alles unternehmen um Arbeitnehmer und die Wirtschaft zu unterstützen und zu fördern. Ein Blick nach Deutschland zeige, wie das gehe. Dort hätte der SPD Finanzminister dafür gesorgt, dass mit einem wirklich massiven Konjunkturpaket geholfen werden soll. Zufrieden zeigt sie sich hingegen, dass ihre Forderungen nach einer Rückkehr zur Maskenpflicht, verstärkten Tests und einem Fokus auf den Tourismusregionen, zwar zeitlich verzögert, aber dennoch dann von der Regierung umgesetzt worden sind.

Erhöhung Arbeitslosengeld und vier Tage Woche

Zwei Punkte, die vor allem in den letzten Wochen immer wieder als Forderung von Rendi-Wagner kamen, sind die Erhöhung des Arbeitslosengeldes, sowie die Einführung einer vier Tage Woche. Die Einmalzahlung für Arbeitslose, die die Bundesregierung vorsieht, sei keine wirkliche Hilfe für die vielen vor allem durch die Coronakrise arbeitslos gewordenen Menschen im Land: "Damit ist den Betroffenen genau einen Monat lang geholfen, doch was ist dann?" Die vier Tage Woche, ist nach Einschätzung von Rendi-Wagner ein sehr gutes Mittel um Arbeitsplätze zu sichern und auch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Vor allem im Hinblick auf das Thema Kurzarbeit, welches früher oder später zu Ende sein wird. Beim Modell der 4-Tage-Woche würden die Arbeitnehmer rund 20 Prozent weniger arbeiten, aber nur auf 5 Prozent ihres Gehaltes verzichten müssen. Der Rest werde durch eine AMS Förderung und zum Teil auch durch die Arbeitgeber abgegolten. Angelegt auf vorerst drei Jahre, könne man so viele Arbeitsplätze in Zeiten der Krise sichern, ist die Vorsitzende überzeugt.

Was Pamela Rendi-Wagner zu den parteiinternen Diskussionen, den bescheidenen Umfragewerten der Bundespartei und auch zu den Corona-Demonstranten sagt, hat sie im ausführlichen VOL.AT Interview erzählt.

(VOL.AT)

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