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Sieben neue "e" für energieeffiziente Gemeinden

Die e5-Gemeinde Doren setzt u.a. auf Bewusstseinsbildung für Klimaschutz von klein auf.
Die e5-Gemeinde Doren setzt u.a. auf Bewusstseinsbildung für Klimaschutz von klein auf. ©Markus Gmeiner
Insgesamt 42 „e“ gehen heuer an neun Gemeinden, die Stadt Feldkirch und das Große Walsertal.

84 Prozent aller Vorarlberger leben mittlerweile in e5-Gemeinden. Im Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden sind aktuell 47 Gemeinden aktiv, elf davon traten heuer zum Audit an:

  • Kennelbach, Krumbach, Rankweil, Thüringen sowie die 5-„e“-Vorreiter Götzis, Feldkirch und das Große Walsertal konnten ihre Wertungen halten.
  • Doren und Lauterach verbesserten sich auf vier „e“.
  • Die e5-Neulinge Vandans und Mittelberg holten auf Anhieb zwei beziehungsweise drei „e“.

Alle vier Jahre müssen sich die e5-Gemeinden unabhängigen Auditoren stellen. Diese bewerten die Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen in Prozent sowie in „e“. Ein bis maximal fünf „e“ sind möglich.

Bei der diesjährigen Auszeichnung konnten sich elf Gemeinden über insgesamt 42 „e“ freuen: Die Marktgemeinde Götzis, die Stadt Feldkirch und die einzige e5-Region Österreichs, das Große Walsertal, vertraten erfolgreich ihre Vorreiterrolle mit je fünf „e“.

Kennelbach mit zwei „e“ sowie Krumbach, Rankweil und Thüringen mit je vier „e“ hielten ihre Wertungen.

Die jungen Mitglieder im Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden, Vandans und Mittelberg, erreichten beim Erstaudit zwei beziehungsweise drei „e“.

In sechs Bereichen werden die Gemeinden beim Audit bewertet: Entwicklungsplanung bzw. Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, Interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation.

Spitzenreiter in Sachen Klimaschutz

5-„e“-Spitzenreiter Feldkirch überzeugte die Auditoren unter anderem mit der Entwicklung der Bahnhofcity als zentrale Drehscheibe für nachhaltige Mobilität, Gewerbe, Handel und Tourismus und erhöht in Kooperation mit den Stadtwerken Feldkirch laufend die Stromproduktion aus nachhaltigen Energiequellen.

Mit ihrer Initiative „Energiebewusst Götzis“ drosselt die Marktgemeinde stetig ihren Energieverbrauch und vergibt an die Bevölkerung „Sonnen-Scheine“ für PV-Anlagen und „Licht-Scheine“ für die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel in Schulen.

Das Große Walsertal peilt die Energieautonomie durch Umrüsten auf erneuerbare Energieträger frühzeitig bis 2030 an und fördert durch Reparaturcafés oder Upcycling-Projekte einen nachhaltigen Lebensstil.

Sprung aufs vierte "e"

Zu Lauterachs Vorzeigeprojekten gehört die Volksschule Dorf: Sie verfügt über höchste energetische Standards und ermöglicht durch ein innovatives Konzept das Lernen und Erholen im Innen- und Außenraum.

Wie Lauterach schaffte auch Doren den Sprung aufs vierte „e“. Hier wird konsequent „nachhaltig gefeiert“: Alle Sitzungen, Besprechungen und öffentliche Veranstaltungen richtet die Vorderwälder Gemeinde nach ökologischen Kriterien aus.

Wertung erfolgreich verteidigt

Die 4-„e“-Gemeinde Krumbach ist Vorbild für verdichteten Wohnbau im ländlichen Raum.

Mit der naturnahen Begrünung öffentlicher Flächen punktet Rankweil, was nicht nur Privatpersonen, sondern auch benachbarte Gemeinden zur Nachahmung animiert.

Sanfte Mobilität ist Thüringen ein großes Anliegen: Gemeinsam mit Bludesch und Ludesch errichtete die Gemeinde 180 neue Fahrradabstellplätze, womit sie 2018 den Landespreis „Radkultur Vorarlberg“ gewann.

Ökologisch bauen und fortbewegen

Die Tourismusgemeinde Mittelberg überzeugte beim ersten Audit mit der Aktion „Walserbus fahren lohnt sich“, bei der fleißige Öffi-Nutzer mit Preisen belohnt wurden.

Vandans förderte zwei Jahre lang die Beschaffung von E-Bikes für Privatpersonen und gab „Sonnen-Scheine“ für eine PV-Anlage auf der Rätikonhalle aus.

Kennelbach punktete mit der ökologischen Bauweise des neuen Kinderhauses, der Versorgung aller kommunalen Gebäude mit Ökostrom und Förderung sanfter Mobilität.

(red)

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