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Schädlingen biologisch zu Leibe rücken

Es gibt eine ganze Reihe an Schädlingen, die den Gärtnern das ­Leben schwer machen..
Es gibt eine ganze Reihe an Schädlingen, die den Gärtnern das ­Leben schwer machen..
Gärtnern ist eine Freude! Doch manchmal entpuppen sich dabei Schädlinge als echte Spielverderber. Mir ging das die vergangenen Wochen mit Nacktschnecken so. Aus allen möglichen Verstecken kamen sie gekrochen und fühlten sich ohne Einladung im Zier- und Gemüsegarten bei uns sichtlich wohl.

Bohnen, Kartoffeln, Zwiebeln wurden reduziert und nicht einmal vor unserer Blume des Jahres haben sie Respekt beziehungsweise Halt gemacht. Sportliche Menschen funktionieren die Frühgymnas­tik mit Gummihandschuh und Kübel bewaffnet um und klauben die schleimigen Genossen ab, um sie los zu werden. Ab in den Wald mit ihnen. Weniger sportliche Menschen greifen zum Schneckenkorn.

Schneckenkorn


A. Angeloff, Gärtnerei Angeloff in Rankweil

Wir empfehlen hier das im Bio-Anbau zugelassene Gärtner-Exclusive-Schneckenkorn. Das tötet zwar die Schnecken, wenn sie genug Körner gefressen haben, allerdings ist das Mittel für andere Tiere und die Umwelt ungiftig. Leider beobachte ich immer wieder, dass viel zu große Mengen verstreut werden. Fünf Gramm Schneckenkorn pro Quadratmeter reichen aus. Erst, wenn diese verschwunden sind, erneut Körner ausstreuen.

Ähnlich lästig sind Maulwurfsgrillen. Diese großen Insekten können einem den Spaß am Eigenanbau aber so richtig vermiesen. Die fingergroßen Tiere graben an feuchten Standorten Gänge dicht unter der Erdoberfläche. Zusätzlich findet man münzgroße Eingänge zum Gangsystem. Maulwurfsgrillen fressen junge Pflanzenwurzeln ab oder bohren sich in Wurzelgemüse. Mit den verschiedensten Hausmitteln bin ich gescheitert.

Fadenwürmer

Erkennbaren Erfolg konnte ich mit biologischer Bekämpfung durch Nematoden (Nemastar) erzielen. Diese winzigen Fadenwürmer werden als lebende Tiere angeliefert und im Gießwasser verteilt ausgegossen. Die Fadenwürmer suchen im warmen, feuchten Böden nach Maulwurfsgrillen und Insektenlarven. Sie dringen in die Schadinsekten ein und parasitieren sie in wenigen Wochen. Die Anwendung ist nicht ganz billig, führt aber zu einer merklichen Reduktion.

Im Boden oder in den Töpfen finden sich die kopflosen Larven von Dickmaulrüssler. Diese etwa eineinhalb Zentimeter großen Käfer mit gefurchten Flügeldecken zählen zu den nachtaktiven Tieren. Ihre Anwesenheit verrät ihre Fraßtätigkeit. Eibennadeln werden abgeknabbert und an ledrigen Blättern wie bei Flieder, Rhododendron, Obstgehölzen oder Bergenie findet man vom Rand her buchtenartige Fraßstellen.

Larven

Das ist unschön, aber nicht problematisch. Das wirkliche Problem verursachen die Larven im Boden oder in Wurzelballen. Sie können die ganzen Feinwurzeln der Pflanzen verspeisen. Ohne diese Wurzeln ist die Wasseraufnahme der Pflanzen gestört, wodurch Blätter und Triebe welken.

Gute Erfolge haben wir hier ebenfalls durch Nematoden erzielt. Allerdings eine andere Art. Das Mittel dazu heißt Nematop. Die Ausbringung ist wie vorher beschrieben.

Blattlaus-Plage

Oberirdisch fühlen sich dieses Frühjahr Blattläuse besonders wohl. Sie saugen an fast allen Gemüsearten, sodass die Nützlinge kaum nachkommen. Wenn der Lausbefall zu stark ist, hilft biologische Kaliseife (zum Beispiel Neudosan Blattlausfrei) oder Rapsöl (Naturen Bio-Blattlausfrei) gegen saugende Insekten. Diese Mittel werden mit viel Wasser ausgebracht und müssen die saugenden Insekten unbedingt treffen.

Sie wirken nur, bis sie eingetrocknet sind, daher hat die Anwendung am Abend den größten Erfolg. Diese Mittel haben auch eine Wirkung gegen Spinnmilben, die gerne an trockenen, heißen Standorten an Pflanzen saugen und so für gesprenkelte Blätter verantwortlich sind.

Gartentipp der NEUE Vorarlberger Tageszeitung

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