Perfide Mordserie unter Freunden

Der Bregenzer Wissenschaftsautor Rudolf Öller wagte sich ins Krimi-Genre und schrieb einen bemerkenswerten Thriller.
Der Bregenzer Wissenschaftsautor Rudolf Öller wagte sich ins Krimi-Genre und schrieb einen bemerkenswerten Thriller. ©Öller/novum verlag
Bregenz. (hapf) Der Bregenzer Wissenschaftsautor Rudolf Öller wagte sich in Krimi-Gefilde.

Mit seinem Thriller „Theke, Antitheke, Syntheke“, erschienen im Zürcher „novum“ Verlag, gelang ihm ein hochintelligenter und mit viel populärwissenschaftlicher Verve geschriebener Krimi.

Von Rudolf Öller kannte man bisher zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und Kommentare. Bekannt auch seine Bücher „Was LehrerInnen nicht erwähnen“ und „Beam me up, Scotty“. Ersteres ist ein Werk mit spannenden Geschichten über die großen Gelehrten und ihre Theorien. Das zweite Buch sind 99 verblüffende und kuriose Kurzgeschichten aus der Welt der Wissenschaft.

Seinem Metier bleib der promovierte Naturwissenschafter auch in seinem jüngsten Werk irgendwie treu. Irgendwie. Denn eigentlich geht es um eine deftige Mordserie, der nach und nach die Mitglieder eines Stammtisches zum Opfer fallen. Bei Öller ist das ganze versehen mit intellektuellem Touch, mit hochgeistigen Stammtischgesprächen über Gott und die Welt. Und seine Mordserie ist keine mit den üblichen Waffen.

Tagebuch mit Anspruch

„Theke, Antitheke, Syntheke“ ist eine Art Tagebuch der wöchentlich stattfindenden Stammtische einer illustren, aber äußerst gebildeten Runde. Im Präteritum geschrieben zieht es die Leser mitten hinein in die Geschichte. Sie fühlen sich mit am Stammtisch, wenn dort debattiert wird, wenn Thesen aufgestellt werden, wenn Hintergründe populärwissenschaftlich beleuchtet werden.

Aha-Effekt

Öller schrieb seine Geschichte so brillant, dass der Leser ein ums andere Mal vermeint, die Stammtische durchaus verorten zu können. Zumindest zwei scheinen in jener Kulturstadt am Bodensee beheimatet zu sein, die schon dem Geheimagenten Ihrer Majestät – „Gestatten Bond, James Bond“ – als Kulisse diente. Die Themen am Stammtisch haben durchaus auch aktuellen Bezug. Etwa die Covid 19 Pandemie und die verhängten Lockdowns, die teilweise herrschende Impfhysterie und unverständliche, weil wissenschaftlich nicht begründbare Ablehnung des Nadelstichs. Oder das schon leidige Thema des Gender Mainstreaming, der Political correctness oder der (partei)politischen Wadlbeißerei. Hier kann zudem viel erfahren und auch gelernt werden über Kirchen- und Zeitgeschichte, Philosophie und Wissenschaft.

Ein paar Stammtischler mehr

Viel Zeit und Platz räumt der Autor der Vorstellung seines Stammtisches und der Charaktere ein. Auch hier glaubt der Ortskundige, den einen oder anderen wiederzuerkennen. Der Geschichte tut das keinerlei Abbruch. Lernt man so doch die Stammtischgeschwister, ihre Lebensart und ihre Denkweise kennen. Und das ist eigentlich Voraussetzung, um die folgende Mordserie zu „verstehen“. Denn die Art ihres Ablebens entspricht immer ihrem Tun und Handeln, ihrem Naturell. Öller wählt seine Meuchelmethoden derart hinterfotzig, es macht schon fast Spaß zu lesen, wie sie ins Gras beißen. Packend erzählt, mit verblüffender Detailgenauigkeit und ausgeklügelter Perfidie. Man will den Thriller gar nicht aus der Hand legen, bevor die Geschichte zu Ende erzählt ist. Fast wünschte man sich, die Runde hätte noch ein paar Stammtischgeschwister mehr. Ganz einfach, um in den Genuss weiterer perfider Mordgedanken und deren kunstvoll-schauriger Ausführung zu kommen.

Lektorin des Verlags begeistert

Die Lektorin des Verlags schrieb an den Autor: „Ihr Buch ist äußerst durchdacht und sehr originell. … Sowohl die Dialoge als auch die gewählten Themen an den Stammtischen interessant. … Ab dem ersten Todesfall erkennt man dann auch sehr deutlich und gut die Zusammenhänge zu gewählten Stammtisch-Themen und natürlich schließt sich der Kreis dann, wenn man die ganze Geschichte gelesen hat. Ein großes Lob an Ihre Vorstellungskraft, Logik und Fantasie!“ Was begehrt ein Autorenherz mehr?

Auf Buchmessen fix eingeplant

Der Thriller aus der Feder von Rudolf Öller ist seit wenigen Tagen auf dem Markt. Er kann online beim Verlag (https://www.novumverlag.com/onlineshop/belletristik/krimi-spannung/theke-antitheke-syntheke.html) oder bei amazon bestellt und natürlich im gut sortierten Fachhandel erworben werden. Wie der novum Verlag mitteilt, wird „Theke, Antitheke, Syntheke“ auf den kommenden großen Buchmessen in Frankfurt und Wien sowie in den meisten Feuilletons präsentiert.

Infos zum Buch

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod

396 Seiten, ISBN 978-3-99130-025-0

novum Verlag, Zürich

Euro (A) 25,90 – Euro (D) 25,20 – sFr 36,50

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