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Kickl, Hofer, Strache: Interne Querelen in der FPÖ

Hofer, Kickl und Strache (von links nach rechts) verfolgen derzeit verschiedene Ansätze
Hofer, Kickl und Strache (von links nach rechts) verfolgen derzeit verschiedene Ansätze ©APA
Die drei großen Player in der FPÖ, Herbert Kickl (derzeit geschäftsführender Klubobmann der FPÖ im Parlament), Norbert Hofer (FPÖ-Parteichef) und Heinz-Christian Strache (Ex-Vizekanzler und Parteichef) befinden sich derzeit in einem Machtkampf. Während Strache offenbar sein Comeback vorbereiten will, kämpfen Hofer und Kickl um die FPÖ-Führung.

FPÖ-Chef Hofer will die Koalition mit der ÖVP nach der Wahl unbedingt fortsetzen, ansonsten in Opposition gehen, Ex-Vizekanzler Strache arbeitet schon fleißig an seinem Comeback.

Um diesen Eindruck zu gewinnen, braucht man sich nur die Facebook-Seite des Ex-FPÖ-Chefs ansehen. Ob er "nur" als Spitzenkandidat für den Wiener Bürgermeister zurückkehren wird oder später gar in die Bundespolitik wechseln wird, kann man mit heutigem Stand nicht sagen.

Dass er ein politisches Comeback feiern wird, scheint aber als wahrscheinlich: Nicht nur gab es bereits nach der EU-Wahl Überlegungen, das Mandat, auf das er dank seiner Fans und zahlreichen Vorzugsstimmen Anspruch hatte, anzunehmen, Strache deutete seine politische Auferstehung sogar kürzlich in einem Interview an. Die Vorwürfe gegen ihn würden ihn "sogar animieren, darüber nachzudenken, so rasch wie möglich wieder zurückzukommen und vielleicht in Wien ein Comeback zu feiern."

Strache gilt jedenfalls als beliebt bei der FPÖ-Basis, war er doch 14 Jahre Parteichef. Auch ist die Wut auf Sebastian Kurz bei den blauen Anhängern groß, weil er die Koalition gesprengt hatte.

Uneinigkeit bei den Identitären

Beim Verbot der Identitären zeigen sich die "unterschiedlichen Zugänge" zwischen Hofer und dem Ex-Innenminister, wie sie Herbert Kickl selber gegenüber der Tiroler Tageszeitung nennt. Hofer war eher vorsichtig, indem er auf das Vereinsrecht, das Verbotsgesetz und die Menschenrechtskonvention verwies. Herbert Kickl dagegen war strikt gegen ein solches Verbot und sagte, ein dies wäre ein "Eingriff in die Rechtsstaatlichkeit". Zudem schoss er erneut gegen ÖVP-Parteivorsitzenden Sebastian Kurz, was ihn, neben dem "Nein" zur Auflösung der Identitären und seinem Kurs als damaliger Innenminister, sehr beliebt bei der FPÖ-Basis macht.

Wie in Medien kolportiert wird, könnte es für Norbert Hofer, gerade für den Fall, dass die FPÖ bei der kommenden Nationalratswahl schlechter als erwartet abschneidet, eng werden.

Auch interessant: Die teils kontroversen Aussagen von Heinz-Christian Strache bewertet Herbert Kickl rein als "Privatmeinung". Strache habe keine Funktion und sei nur einfaches Parteimitglied. Damit misst er ihm im Zusammenhang mit der FPÖ keine große Bedeutung mehr zu.

Haimbuchner: "Knittelfeld 2.0 oder 3.0 gibt es nicht"

Das von der ÖVP geforderte Verbot der Identitären hält FPÖ-Bundesparteiobmann-Stellvertreter und Oberösterreichs Landesparteichef LHStv. Manfred Haimbuchner "für brandgefährlich". Die parteiinterne Stimmung findet er gut, ein "Knittelfeld 2.0, 3.0 gibt es nicht" und selbstverständlich stehe seine Landesgruppe "zu 100 Prozent hinter Norbert Hofer", erklärte er im Interview mit der APA.

Auf die Frage nach Spannungen innerhalb der Partei und ob der Bundesparteitag in Graz zu einem neuen Knittelfeld werden könnte, antwortete er hörbar genervt: "Ein Knittelfeld 2.0 oder 3.0 gibt es nicht, das halte ich für völlig absurd und ich werde mich zu derartigen Gedankenspielen nicht weiter äußern. Norbert Hofer ist für mich selbstverständlich die Nummer eins, die FPÖ OÖ steht zu 100 Prozent hinter Hofer und auch hinter allen anderen, die am Bundesparteitag kandidieren", versicherte er.

(Red.)

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