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Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert

Zufrieden mit ihrem Leben feiern die Jubilare ihr diamantenes Hochzeitsjubiläum.
Zufrieden mit ihrem Leben feiern die Jubilare ihr diamantenes Hochzeitsjubiläum. ©Karin Lässer
Mit einem Schneeball, den Maria Welcher Kurt Schwendinger, nach einem Rodelrennen der Firma F.M. Hämmerle, nachgeworfen hatte, begann eine Liebesgeschichte, die ihre Fortsetzung beim Tanzen fand und 63 Jahre Höhen und Tiefen überdauert hat.
Diamantene Hochzeit

Marias Elternhaus stand in St. Johann bei Wolfsberg im Lavanttal, wo sie am 14. Oktober 1937 geboren wurde. Sie erlebte behütete Kinderjahre, verlor jedoch schon mit acht Jahren ihren Vater. „Mein Schulweg dauerte eine Stunde“, erinnert sich Maria, die mit 15 eine Haushaltungsschule in einem Kloster besuchte durfte, wo sie viel über Haushaltsführung lerne. „Danach habe ich ein Jahr bei einem Landwirt gearbeitet und ein Jahr in der Bäckerei Eisenköbel. Mit 17 Jahren bin ich zu F.M. Hämmerle in die Andreherei gekommen. Ich dachte in der Schweiz verdiene ich mehr und war drei Jahre in der Stickereifirma Rohner in Heerbrugg. Dann bin ich zurück zu F.M. Hämmerle.“

 

Kurt Andreas Schwendinger erblickte am 22. Okrober 1937 das Licht der Welt. Seine Kindheit und Jugend war ordentlich, wie er sich ausdrückt, er kann sich aber noch gut erinnern, wie schwer der Alltag für seine Mutter war, als der Vater Kriegsdienst leistete. „Meine Mutter musste viele Jahre die Wäsche von Hand waschen, bis wir uns eine Waschmaschine leisten konnten.“ Bis zu seinem 15. Lebensjahr wohnte seine Familie in der Hanggasse und zog dann ins Heinzenbeer, wo der Vater eine Landwirtschaft erworben hatte. Kühe, Schweine, Hühner wurden gehalten und vom Garten und Acker gab es frisches Obst und Gemüse. Ab 1953 arbeitete Kurt bei bei der damaligen Weltfirma F.M. Hämmerle. Er war dem Betrieb 40 Jahre treu, die letzten 25 Jahre als verantwortungsvoller Webermeister. 

 

Familiengründung

Nach dreieinhalb Jahren Stubat und in guter Hoffnung war es Zeit, sich das Jawort zu geben. In der Kirche im Gütle fand die Hochzeit statt und das von Kurt anschließend ganz allein organisierte Hochzeitsfest im Gasthaus Schwanen war wunderschön. Um in der elterlichen Landwirtschaft mitzuhelfen, musste Kurt von der Betriebswohnung in Bündlitten hinunter ins Heinzenbeer fahren. „Das war sehr umständlich und so habe ich neben meinem Elternhaus mit dem Bau eines eigenen Hauses begonnen. Nach zwei Jahren Bauzeit sind wir mit unseren Kindern Birgit (1960), Walter (1962) und Andrea (1969) glücklich 1972 hier eingezogen. Unser Sohn Christian ist 1966 halbjährig leider gestorben. 1977 ist Nachzügler Michael noch dazu gekommen“, erzählt das Jubelpaar. Bis 1964 arbeitete Maria, zeitweise auch in Gegenschicht, dann konnte sie zu Hause bleiben und sich ganz den Kindern und dem Haushalt widmen. Es blieb auch Zeit für ihre Hobbys Stricken und besonders Sticken, ihre gestickten Bilder schmücken die gemütliche Küche.

1976 leistete sich das Paar sein erstes Auto und das Motorrad wurde in die Garage gestellt. An Wochenenden unterstützte Maria mit den Kindern Kurt, der aktiver Hobbyfußballer und beim FC Carinthia – seiner Kärntner Frau zuliebe – Tore schoss. Seit vielen Jahren singt Kurt auch im Kärntnerchor MGV. Als Ersatz für die verschobene Flitterwochen reiste das Paar nach Spanien, machte Ausflüge mit den Sängern und der Kirche in die Schweiz, nach Deutschland und Italien. Auch die Kärntner Verwandtschaft freute sich oft über seine Besuche.

 

Ruhigere Tage

„Ich war in meiner Jugend ein begeisterter Landwirt, diese Begeisterung hält bis heute an. Aus gesundheitlichen Gründen geht das heute leider nicht mehr, zudem wurde nach dem Tod meines Vaters 1976 die Landwirtschaft aufgelassen“, berichtet Kurt weiter, der auch Kiesen und Sandwerfen in der Ach war. Er lächelt und erzählt, wie sich die Kinder doch geändert haben, denn sein Enkel hat sich vor einem Wurm erschreckt.

Gemeinsam bewältigen Maria und Kurt den Haushalt. Kurt kocht und, wie die Kinder meinen, manchmal besser als Maria, die sich darüber freut, von ihrem Mann verwöhnt zu werden. Sie genießen den guten Kontakt zu den Kindern, denen sie für ihre Hilfe in Haus und Garten sehr dankbar sind, sind stolze Großeltern von sieben Enkeln und Urgroßeltern von drei Urenkeln. Mit ihrer Gesundheit sind sie bis auf kleinere und größere überstandene Wehwehchen soweit zufrieden und hoffen, noch viele Jahre gemeinsam erleben zu dürfen. 

Das diamantene Hochzeitsfest mit der Familie und Gästen wird im Sommer gefeiert, heute wird aber auf die 60 Jahre angestoßen, die Maria und Kurt bestens gemeistert haben.

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