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Harvard, Oxford – wie schafft man es auf eine Elite-Uni?

Der Harvard-Absolvent Martin Wallner und der in Oxford studierende Johannes Fankhauser hatten viele hilfreiche Tipps für die Schüler.
Der Harvard-Absolvent Martin Wallner und der in Oxford studierende Johannes Fankhauser hatten viele hilfreiche Tipps für die Schüler. ©Laurence Feider
 Das BG Dornbirn bot eine Online-Infostunde „Studieren an Elite-Unis“ für interessierte Schüler an.
BGD Online-Infostunde Elite-Unis

 

Dornbirn. In weltweiten Universitäts-Rankings belegen sie die Spitzenplätze. Forscher und Studenten reißen sich darum, einmal dort lehren oder studieren zu dürfen. Und auch von einem österreichischen Gymnasium aus kann man mit etwas Aufwand den Sprung nach Harvard oder Oxford schaffen. Wie das funktionieren kann, darüber berichteten Martin Wallner (live aus Austin, Texas) und Johannes Fankhauser (live aus Oxford) im Rahmen einer Online-Infostunde des BG Dornbirn.

Studieren in Harvard

Mit seiner Aussage „Das Studieren in Harvard hat mich weniger Geld gekostet, als ein Studium in Österreich“ ließ der gebürtige Niederösterreicher Martin Wallner gleich zu Beginn der Videokonferenz aufhorchen. Wie das möglich war, erklärte er den interessierten Schülern, indem er ihnen seinen Werdegang schilderte. Nach seinem Auslandszivildienst in Shanghai bewarb sich Martin Wallner auf Anraten einer Bekannten bei vier Elite-Unis in den USA und wurde in Harvard angenommen. „Pro Jahr werden 1600 Studenten in Harvard aufgenommen – diese werden von einem 32-köpfigen Komitee ausgewählt. Dabei wird auf eine möglichst heterogene, internationale Zusammensetzung des Jahrgangs geachtet – somit stehen die Chancen für Österreicher gar nicht so schlecht“, ermutigte Wallner die Gymnasiasten.

Neben guten Noten und den erforderlichen Tests kann auch soziales, gesellschaftliches und sportliches Engagement eine Rolle spielen. Der wichtigste Teil der Bewerbung sind die Aufsätze und Motivationsschreiben. „Es geht darum zu zeigen, dass man Potential und Leidenschaft in einem bestimmten Bereich hat. Auch Empfehlungsschreiben gehören zur Bewerbung dazu“, erklärte Martin Wallner. Für ein Studium an einer der amerikanischen Elite-Unis muss die Finanzierung im Vorfeld geklärt werden. Martin Wallner hatte das Glück, dass er verschiedene Stipendien erhielt. Er empfahl den Schülern, genügend Zeit in die Bewerbung zu investieren und damit bereits in der siebten Klasse zu beginnen. Als Mitglied des Vorauswahlkomitees bot er interessierten Jugendlichen seine Unterstützung beim Bewerbungsprozess an. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich im Leben zu entfalten – Harvard ist nicht der einzige Weg“, ermutigte der in Austin lebende Harvard-Absolvent die Schüler aber auch, sich von einer Absage nicht demotivieren zu lassen.

Unterstützung durch die Studienhilfe

Im Anschluss an Martin Wallner schaltete sich Johannes Fankhauser aus Oxford dazu. Nach einer HTL in Tirol studierte er zunächst Physik an der ETH Zürich. Als er vom Studiengang „Philosophy of Physics“ an der Oxford University erfuhr, bewarb er sich und wurde genommen. Aktuell macht er einen PhD in Oxford. Ein Studium in Oxford ist kostenintensiv, wenn auch nicht ganz so teuer wie in Harvard. „Ein Stipendium zu bekommen ist fast noch schwieriger, als aufgenommen zu werden. Die Schweizer Studienstiftung hat mir sehr geholfen, außerdem haben mich meine Eltern zu Beginn unterstützt“, berichtete Johannes Fankhauser.

Dies bewog ihn, am Aufbau der Österreichischen Studienhilfe mitzuarbeiten. Sie ist eine Initiative der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und fördert junge Menschen, die Verantwortung in unterschiedlichsten Bereichen übernehmen wollen, ungeachtet ihrer sozialen Herkunft. 2020 wurden die ersten Maturanten in die Österreichische Studienstiftung aufgenommen. Die Geförderten werden für bis zu fünf Jahre, bis zum Abschluss eines Masterstudiums, unterstützt. Eine Bewerbung für die nächstjährigen Maturanten 2021/22 ist von Juni bis Ende September 2021 möglich. Nähere Informationen dazu findet man unter www.oeaw.ac.at/studienstiftung/

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