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Gegen den Notenzwang an Schulen

Symbolbild
Symbolbild ©Pixabay
Lustenauer Verein startet österreichweite Petition "Nein zum Notenzwang" - "Bildung ist mehr als reine Wissensvermittlung".

Der Lustenauer Verein „Gemeinsam Zukunft Lernen“hat eine österreichweite Petition gestartet, mit der die Wahlfreiheit zwischen Noten und alternativer Beurteilung an den Schulen gefordert wird. Seit diesem Schuljahr müssen ab der zweiten Klasse Volksschule nämlich wieder Ziffernnoten geschrieben werden - sehr zum Ärger jener Eltern und Lehrer, die sich bisher dagegen entschieden hatten.

Gegen den Notenzwang an Schulen

Die Petition, die bereits fast 1.000 Unterstützer gefunden hat, will zum Wohle der Kinder politisch Druck erzeugen.

„Gerade von der neu angelobten Regierung fordern wir die Wahlfreiheit für die Leistungsrückmeldung zurück. Pädagogen und Eltern sollen sich im Dialog an jedem Schulstandort für Noten oder eine alternative Leistungsbeurteilung entscheiden können,“ so Vereinsobfrau Simone Flatz. Dem Verein geht es viel mehr um die Vermittlung sozialer und personaler Kompetenzen. „Fünf Ziffernnoten passen nicht zu unserer pädagogischen Haltung. In einem dialogischen Prozess mit Eltern und Lehrpersonen sind wir zur Überzeugung gekommen, dass die Wahlfreiheit der Beurteilungsform eine wichtige Grundlage für gelingende Schulentwicklung ist. Deshalb stellen wir diese Wahlfreiheit in den Mittelpunkt unserer Petition“, erklärt Simone Flatz die Beweggründe für die Initiative.

In Österreich seien in sogenannten Schulversuchen seit über 20 Jahren Beurteilungsalternativen zum bestehenden Ziffernnotensystem verwirklicht worden, so Flatz, „mit besten Erfahrungen und dem Ergebnis, dass sich bereits 2015 über zwei Drittel der Vorarlberger Volksschulen für alternative Leistungsbeurteilungen entschieden haben". Auch der Gesetzgeber habe die positive Entwicklung erkannt und 2016 in einer Grundschulreform die Möglichkeit einer alternativen Leistungsbeurteilung an Volksschulen ermöglicht. 2018 wurde ein ‚Pädagogik‘-Paket mit der Rückkehr zum verpflichtenden Ziffernnotensystem verabschiedet. "Ein Schritt vorwärts in die Vergangenheit, wie es die renommierte Bildungswissenschaftlerin Barbara Herzog-Punzenberger so treffend formuliert hat. Sie teilt damit – so wie wir – die heftige Kritik vieler Bildungsexpertinnen und -experten“, verdeutlicht der Verein, für den Bildung "mehr ist als reine Wissensvermittlung".

Die Petition läuft bis zum 20. Februar 2020. Anschließend wird das Ergebnis Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalterin und Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink übergeben sowie auch an die neue Bundesregierung zu Handen des neuen und alten Bildungsministers Heinz Faßmann geschickt.

Ampelsystem kam gut an

Die letzten Jahre gab es in Vorarlberg ein einfaches Ampelsystem, das für Schülern und Eltern dem Vernehmen nach verständlich war. Lernziele in Fächer aufgegliedert sei etwa eine wirksamere Methode als das Vergeben von Noten, findet zum Beispiel Direktorin Sabine Bader von der Dornbirner Volksschule Edlach. "Lernziele haben wesentlich mehr Aussagekraft als eine Note", so die Direktorin.

Die jetzige Initiative geht zwar von Vorarlberg aus, soll aber nicht nur hierzulande wirken. Die Petition ist auf ganz Österreich ausgelegt.

So argumentiert die Lehrergewerkschaft

Die Lehrergewerkschaft argumentiert so: Beim Zwang, Kinder mit Noten zu bewerten, gehe es nicht nur um wissenschaftliche Erkenntnisse. ÖAAB-Obmann Wolfgang Türtscher: "Unser Notensystem findet ja auch in anderen Bereichen Anwendung, wenn wir ehrlich sind."

Umfrage: Sind Sie für Schulnoten -oder lehnen Sie diese ab?

(Red.)

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