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Erste Corona-Impfung in Österreich

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Die ersten rund 10.000 Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer sind am Samstag in Wien angekommen. Ein Kühl-Lkw mit großer Infrastruktur im Inneren, eskortiert von Polizeifahrzeugen, lieferte das kostbare Gut am Stefanitag ab.

Die lang ersehnte Ware wurde dann anschließend in der Vertriebsniederlassung der Herba Chemosan Apotheker AG in Simmering in Empfang genommen. Vom Lager des Großhändlers aus werden die rund 10.000 Portionen in ganz Österreich verteilt.

Erste Impfung am Sonntag

Neben Wien wird auch in Ober- und Niederösterreich, Steiermark, Salzburg, Vorarlberg und Tirol bereits am Sonntag - zumeist in Alters- und Pflegeheimen - immunisiert. Ab Montag werden weitere Lieferungen in Österreich erwartet, eine größere am Silvestertag. Österreich nimmt am EU-weit zeitgleichen Impfstart teil.

Live ab 10 Uhr: Pressekonferenz nach den ersten Impfungen

975 Dosen pro Bundesland

Laut dem Bundeskanzler können pro Bundesland bis zu 975 Dosen abgerufen werden. "Die sind so verpackt", erläuterte er bei einer Pressekonferenz in Wien, "die können wir nicht einfach durchschneiden".

Vorarlberg impft auch am Sonntag

In Vorarlberg werden die ersten Impfungen am Sonntag in einem Pflegeheim in Höchst durchgeführt.

In Niederösterreich erfolgt der Start der Impfungen gegen das Coronavirus am Sonntagnachmittag in St. Pölten. Als Örtlichkeiten sind das Tageszentrum des Pflege- und Betreuungszentrums der Landesgesundheitsagentur (LGA) und das Pflegeheim St. Elisabeth der Caritas ausgewählt worden, wurde am Dienstagnachmittag bekannt gegeben. Geimpft werden sollen Bewohner und Mitarbeiter.

Impfung in Alters- und Pflegeheimen

In Oberösterreich werden mit den aus der ersten Lieferung zugeteilten 40 Dosen am Sonntag Bewohner und Mitarbeiter im Bezirksalters- und Pflegeheim Sierning im Bezirk Steyr-Land geimpft. Der weitere Fahrplan sieht vor, dass ab 12. Jänner Bewohner und Mitarbeiter in Alters- und Pflegeheimen durch betreuende Ärzte sowie das Personal der Krankenanstalten geimpft werden.

Das Bundesland Salzburg startet ebenfalls am kommenden Sonntag mit der Covid-19-Impfung. Den Anfang macht ein Seniorenwohnhaus in der Stadt Salzburg, wie Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) informierte. Für diese erste Impfung werden im Laufe des Sonntags 80 Impfdosen von Biontech/Pfizer eintreffen, die für die Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenwohnhauses vorgesehen sind, erklärte ein Sprecher von Stöckl auf Anfrage.

Zweite Impfung in drei Wochen

Die Personen, die am Sonntag, dem 27. Dezember, geimpft werden, sollen in rund drei Wochen die zweite Impfung erhalten. Um einen Medienrummel angesichts der ersten Impfung in Salzburg zu vermeiden und einen ruhigen Ablauf zu ermöglichen, wurde der Standort des Seniorenwohnhauses von offizieller Seite nicht genannt.

Die nächsten Impfdosen werden in Salzburg voraussichtlich um den 10. Jänner eintreffen, damit werden Bewohner und Mitarbeiter weiterer Seniorenheime versorgt. In der ersten Tranche in der ersten und zweiten Kalenderwoche des neuen Jahres sollen rund 65.000 Impfdosen in Salzburg eintreffen. Diese Menge ergibt sich aus dem Bevölkerungsschlüssel, weil der Bund eine Million Impfdosen erwartet.

Mit diesen 65.000 Impfdosen können 32.500 Salzburger zweimal geimpft werden, hieß es aus dem Büro des Gesundheitsreferenten. In der ersten Impfphase sind Gesundheitseinrichtungen, Spitäler, Seniorenwohnheime, Betreuungseinrichtungen an der Reihe. Die Impfung erfolgt an Ort und Stelle. Weil dort fachkundiges Impfpersonal vorhanden ist, rechnet man mit einem problemlosen Ablauf.

"Koordinierter Stufenplan"

In Tirol werden die ersten Impfdosen gegen das Coronavirus voraussichtlich auch am Sonntag verabreicht. Die Impfungen sollen in einem Wohn- und Pflegeheim im Tiroler Zentralraum durchgeführt werden, hieß es vom Land. In der ersten Jänner-Hälfte werden dem Bundesland dann 24.000 Impfdosen zur Verfügung stehen. Im Landhaus arbeite man derzeit daran, einen "koordinierten Stufenplan" zum Ablauf zu erstellen.

In Kärnten sieht die Situation anders aus. Dort wird es am kommenden Sonntag keine Corona-Impfungen geben. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) habe das Angebot abgelehnt, da der Aufwand für die etwa zehn Impfdosen, die das Land am Sonntag erhalten hätte, zu groß sei, hieß es vom Landespressedienst auf Anfrage der APA. Man konzentriere sich stattdessen auf eine möglichst gute Vorbereitung und werde am 12. Jänner mit dem Impfen starten.

Impfungen erst im Jänner

Das Burgenland hält ebenfalls weiterhin am bisherigen Plan fest und wird auch voraussichtlich erst im Jänner mit Impfungen gegen das Coronavirus beginnen, teilte der Koordinationsstab Coronavirus auf APA-Anfrage mit. In einer ersten Tranche werden rund 5.800 Impfdosen zur Verfügung stehen. Geimpft werden soll vor allem im Bereich der Alters- und Pflegeheime sowie der Sozialeinrichtungen.

In der Steiermark bleibt es ebenfalls dabei, dass der Impfstart für die erste große Tranche von rund 35.000 Impfdosen rund um den 12. Jänner sein wird. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass davor - sprich am 27. Dezember - eine sehr geringe Anzahl an Dosen möglicherweise auch nur in einem Pflegeheim symbolisch für den Impfstart verabreicht wird. Sobald ein entsprechender Termin fixiert ist, will das Land Steiermark das veröffentlichen.

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(APA)

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