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Covid-19: Das bedeuten die Geschäftsschließungen im Handel für die Betreiber

Auch Sagmeister muss sein Geschäft vorerst schließen.
Auch Sagmeister muss sein Geschäft vorerst schließen. ©VOL.AT/Mayer
Ab Montag werden zahlreiche Geschäfte in Österreich vorerst aufgrund des Coronavirus geschlossen. Clemens Sagmeister von der Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz erklärt, was das für Folgen hat.

"Wir kommen wieder", so titelt das Modehaus Sagmeister einen Facebookbeitrag zur Geschäftsschließung aufgrund des Coronavirus. Ab Montag werden alle Geschäfte des nicht-täglichen Bedarfs in Österreich geschlossen. Das trifft auch das gehobene Modehaus in Bregenz. "Wir sind traurig, aber optimistisch, dass wir diese Krise gemeinsam überstehen werden", schreibt die Familie Sagmeister im sozialen Netzwerk. Ein Journaldienst in der Warenannahme werde eingerichtet, auch telefonisch wird das Modehaus erreichbar sein.

Kühlen Kopf bewahren

"Wir haben uns darauf vorbereitet", erklärt Clemens Sagmeister, Geschäftsführer von "Sagmeister Der Mann" und Obmann der Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz (WIGEM). "Die Geschäftsschließungen sind für uns natürlich extrem bitter aber nachvollziehbar", so Sagmeister im Gespräch mit VOL.AT. Es gelte, kühlen Kopf zu bewahren und Tag für Tag zu planen. Jeder - auch Händler - müsse einen Beitrag zur Sicherung der Gesundheit leisten. In den nächsten Wochen werde man bei laufenden Kosten keinen Umsatz machen. Das sei eine große Herausforderung für alle Unternehmen in Vorarlberg. "Ich bin mir sicher, dass diese außerordentliche Krise auch außerordentliche Maßnahmen der Politik nach sich bringen wird und ich gehe davon aus, dass wir aus dem Ganzen auch gestärkt herausgehen werden", zeigt sich der Händler trotz der schwierigen Situation optimistisch.

Kosten laufen weiter

Es werde nicht reichen, dass es Überbrückungskredite gebe, betont der WIGEM-Obmann gegenüber VOL.AT. Auch Steuererlässe werden seiner Meinung nach nötig sein, da die Kosten weiter laufen würden. Es sei zudem noch nicht geregelt, wer die Löhne der Mitarbeiter zahle. Trotzdem ist Sagmeister optimistisch, dass vonseiten des Landes richtige Schritte gesetzt werden. "Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, zu informieren - Angst zu nehmen", erklärt er. Es werde unter anderem durch WhatsApp-Gruppen informiert. Es sei auch wichtig, den Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause aus zu ermöglichen und soziale Kontakte einzuschränken. Man solle "keine Panik machen, aber auch nicht unterschätzen". "Es ist jetzt sicher wichtig, die Dinge zu tun, die auch von offizieller Seite empfohlen werden", gibt Sagmeister abschließend zu verstehen.

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(Red.)

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