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Rüscher: Infizierte zeigen wieder vermehrt Symptome

©VOL.AT/Mayer
Wallner spricht von "ernsteren Lage", in die man bald kommen könnte. "Es geht um die Gesundheit für die Bevölkerung, aber auch um Arbeitsplätze".
445 aktive Covid-Fälle in Vorarlberg

Bei einer Pressekonferenz am Montagnachmittag informierte das Land über aktuelle Entwicklungen in Vorarlberg. Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrätin Martina Rüscher klärten über die Corona-Situation und die weitere Vorgehensweise auf.

Wallner appellierte an die Eigenverantwortung

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat am Montag angesichts der angestiegenen Infektionszahlen im Land einmal mehr zur Wahrnehmung der Eigenverantwortung aufgerufen. Es sei alles zu tun, um nicht die Kontrolle über das Geschehen zu verlieren, sagte Wallner. Neben der Eigenverantwortung werde man aber auch auf die Kontrolle von Veranstaltungen setzen, kündigte Wallner an. "Wir werden die Kontrolldichte erhöhen", so der Regierungschef.

Es geht um Gesundheit, aber auch um Arbeitsplätze

In den vergangenen Tagen habe sowohl die Zahl der Covid-19-Infektionen als auch jene der Hospitalisierungen zugenommen. Es gelte über Disziplin und die Einhaltung von Regeln "wieder zu anderen Zuständen zurückzufinden", sagte Wallner. Einen zweiten Lockdown gelte es jedenfalls zu vermeiden: "Es geht um Gesundheit, aber auch um Arbeitsplätze. Es ist beides im Auge zu behalten", stellte der Landeshauptmann fest.

Kontrollen im Veranstaltungsbereich

Im Veranstaltungsbereich werde man die Einhaltung der Regeln stärker kontrollieren, eine erste Schwerpunktkontrolle im Bezirk Dornbirn sei bereits am vergangenen Wochenende durchgeführt worden.

Der Privatbereich könne nur teilweise erfasst werden, da sei man darauf angewiesen, dass die Vernunft um sich greife. „Seien Sie vorsichtig bei privaten Feierlichkeiten bzw. lassen Sie diese ausfallen, wenn es irgendwie geht.“ Die Vorarlberger Cluster würden nämlich zeigen, dass die Infektionen sehr stark im privaten Umfeld, bei Feierlichkeiten oder im Freizeitumfeld – etwa im Umfeld von Sportveranstaltungen – zu verzeichnen sind, so Wallner.

"Es ist uns nicht geholfen, wenn anstatt in der Gastronomie im Privatbereich in größerem Rahmen weitergefeiert wird", so Wallner.

Strengere Maßnahmen in orangen Regionen

Der Landeshauptmann betonte auch, dass in den Regionen, die nach der Corona-Ampel orange eingefärbt sind, strengere als vom Bund vorgegebene Richtmaße hinsichtlich der Anzahl der Besucher gelten - indoor 250 Personen, outdoor 500 Personen. Das werde in die "Bewilligung von Veranstaltungen einfließen", so Wallner.

Rüscher mit aktuellen Zahlen

Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) verwies auf die aktuellen Zahlen. Am Montagabend waren in Vorarlberg 455 Personen aktiv mit dem Coronavirus infiziert, um vier Personen weniger als am Sonntag - 27 Neuinfektionen standen 31 Genesungen gegenüber. 15 Personen befanden sich in Krankenhausbehandlung, drei davon mussten auf der Intensivstation beatmet werden.

Anteil der positiven Fälle ohne Symptome rückläufig

Laut Rüscher war der Anteil der positiven Fälle ohne Symptome rückläufig, aktuell seien es noch etwa 20 Prozent. Pro Tag würden - inklusive der Screening-Tests - bis zu 1.500 Personen pro Tag getestet, vom Anruf bei der Hotline 1450 bis zur Mitteilung des Testergebnisses würden derzeit im Durchschnitt 19 Stunden vergehen.

„Die gestiegenen Fälle führen natürlich auch dazu, dass immer mehr Kontaktpersonen zu verzeichnen sind, die wir anrufen, informieren und gegebenenfalls absondern müssen“, erklärte die Gesundheitslandesrätin.

Das Infektionsteam, das die Kontaktverfolgung vornimmt, ist in den vergangenen Tagen auf 51 Personen verstärkt und räumlich an einem Ort - der Messehalle 14 in Dornbirn - zusammengefasst worden. Das Infektionsteam besteht aus Landesbediensteten und wird von BundesheersoldatInnen unterstützt.

Der Ticker zur PK

(Red.) (APA)

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