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Ärzte ohne Grenzen: Einsatz zwischen Bomben, Attentaten und Mord

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Laura Leyser, Geschäftsführerin von Ärzte ohne Grenzen, sprach in "Vorarlberg LIVE" über den Einsatz in Afghanistan.

Seit 1979 arbeitet "Ärzte ohne Grenzen" in Afghanistan, lediglich zwischen 2004 und 2009 wurden die Projekte im Land ausgesetzt, nachdem fünf Mitarbeiter ermordet wurden. Laura Leyser, Geschäftsführerin von Ärzte ohne Grenzen sprach in "Vorarlberg LIVE" über den aktuellen Einsatz in Afghanistan und die Verhandlungen mit den Taliban.

Video: Laura Leyser über den Einsatz in Afghanistan

Ärzte ohne Grenzen arbeite in 80 Länder der Welt und sei damit regelmäßig mit Krisen- und Konfliktsituation konfrontiert. Daher sei es wichtig immer mit allen Parteien über Zugang und Sicherheit zu verhandeln - dies sei nun auch mit den Taliban passiert. Rund um die Spitäler sei es immer wieder zu Kampfhandlungen gekommen, erst kürzlich seien Teams quasi eingesperrt gewesen.

Video: Laura Leyser über die Versorgung in Krisengebieten

In Afghanistan könne Ärzte ohne Grenzen noch mehrere Wochen gut arbeiten, wie Leyser im Interview angibt. Kurz vor der Grenzschließung konnte am 14. August noch eine Lieferung mit etwa 80 Tonnen Versorgungsmaterial angeliefert werden. "Sollte sich die Schließung fortsetzen, wird das längerfristig ein riesiges Thema werden." Fraglich sei derzeit auch, wie es künftig um die Ausstellung der Visa für die internationalen Ärzte steht. "Es ist ein großes Fragezeichen."

Video: Laura Leyser über den Anschlag 2020

Erst im vergangenen Jahr wurde ein Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen Opfer eines Anschlags. "Es war der absolut entsetzlichste Angriff, den wir jemals gesehen haben." Das Projekt musste in weiterer Folge beendet werden. "16.000 Geburten werden nun nicht mehr begleitet."

Die gesamte Sendung

(VOL.AT)

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