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Zum Gedenken: Maja Isele

Lustenau. Nach einem Schlaganfall vor drei Jahren und weiteren Erkrankungen war Frau Maja Isele, die ein Leben lang gern gearbeitet hatte, zur Untätigkeit verurteilt.

Sie musste ihre geliebte Gartenarbeit aufgeben, konnte nicht mehr für ihre Familie kochen und auch die “Strickat”, die ihr immer Freude bereitete, musste sie aus der Hand legen. Ihre Familie sorgte für beste Betreuung der guten Gattin, Mama und Oma und konnte ihr den Wunsch, den Lebensabend im eigenen Heim zu beschließen, erfüllen. Maja Isele, die eigentlich Maria hieß, wurde am 4. Jänner 1924 in Itararé/Sao Paulo in Brasilien geboren, wo ihre Familie vorübergehend lebte. Als sie zwei Jahre alt war, kehrten ihre Eltern Anna und Eduard Hagen (Schmutzlis) mit den Kindern in die Heimat nach Lustenau zurück. Maja wuchs mit ihren sieben Geschwistern im Badloch auf und arbeitete nach der Schule als Näherin zunächst bei der Firma Mäser und anschließend bei Arthur Scheffknecht in der Reichsstraße. Dann war sie noch einige Zeit in einer Teppichweberei in Balgach beschäftigt. 1946 trat Maja mit Gebhard Isele vor den Traualtar und schenkte in den darauf folgenden Jahren zwei Söhnen und zwei Töchtern das Leben. Als sich ihr Gatte als Sticker selbstständig machte, unterstützte sie ihn tatkräftig als Nachstickerin. Auch als Sohn Peter den väterlichen Betrieb übernommen hatte, stickte sie für ihn noch bis zum 80. Lebensjahr nach. Erholung fanden Maja Isele und ihr Mann Gebhard über viele Jahre an ihrem Lieblings-Urlaubsort Neukirchen in Salzburg, wo sie ihren Hobbys frönten. Während der Gatte mit Leidenschaft Mineralien sammelte, hatten es Frau Maja die Beeren angetan. Fünf Enkelkinder brachten in den letzten Jahren immer wieder Leben ins Haus und solange es ihr Gesundheitszustand zuließ, war es für Frau Isele das Schönste, die Familie um sich zu scharen und zu verwöhnen. “Durch dich haben wir erfahren, wie ein Mensch Freude, Güte und Hilfsbereitschaft geben kann”, schrieb die Familie treffend in der Todesanzeige.

Quelle: VN-Chronik

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