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Zum Gedenken: Hermann Vogel

Lustenau. Nach schwerer Krankheit ist der frühere Rosenwirt, Hermann Vogel, nach einem arbeitsreichen Leben zu Gott heimgekehrt.

Mit großer Geduld und der Hoffnung auf Besserung ertrug er seine Schmerzen, immer liebevoll umsorgt und betreut von seinen Ange­hörigen. Eine große Trauergemeinde betete beim Seelengottesdienst in der Pfarrkirche für seine Seelenruhe. Pfarrer Drexel, Pfarrer Riedmann, Pfarrer Cobzaru, Pfarrer Treppe und Diakon Milhalm feierten in Conzelebration den Auferstehungsgottesdienst, den der Musikverein Lustenau und Ivan Mataric (Orgel) musikalisch umrahmten, der Obmann des Jahrganges 1938, Elmar Scheffknecht, verabschiedete sich mit ehrenden Worten und dankte Hermann für Kameradschaft und Mitarbeit. Hermann Vogel wurde 1938 als jüngstes der drei Kinder des Land- und Gastwirts Johann Vogel und seiner Gattin Maria in Lustenau geboren. Er besuchte die Volks- und Hauptschule und erwarb anschließend in der Handels­schule das Rüstzeug für seinen späteren Beruf. Schon während der Schulzeit wurde er zur Mitarbeit im Gasthaus und als Viehhirte in der Landwirtschaft herangezogen. 1961 schloss er mit Marianne Grießer den Lebensbund, übernahm von seinem schwer erkrankten Vater das Gasthaus Rose und gründete den ersten Getränke­handel mit Hauszustellung im Land. Als Rosenwirt führte er die Tradition des alten Lustenauer Gasthauses weiter und legte Wert darauf, dass Räumlichkeiten für Vereine zur Verfügung standen. Drei Kinder gingen aus seiner glücklichen Ehe mit Marianne hervor. Für den begeisterten Wirt war es ein Freudentag, dass Tochter Margarethe zum 100-Jahr-Jubiläum der „Rose“ 1986 die Konzessions­prüfung bestand. Hermann interessierte sich schon immer für die Lustenauer Gasthäuser. So war es nicht verwunderlich, dass er als Pensionist gemeinsam mit seiner Frau in jahrelanger Arbeit die Unterlagen für sein Buch „Lustenauer Dorfgasthäuser“ zusammen­trug, das er im vollbesetzten Reichshofsaal einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen konnte. Hermann war ein Familienmensch, der den Leitspruch „My home is my castle“ lebte. Mit seiner Familie unternahm er gerne Wanderungen und Spaziergänge im Schweizer Berg. Seine Silberhochzeit (1986) und seinen 70. Geburtstag (2008) feierte er mit Familie und Freunden in der vollbesetzten „Rose“. Dabei wurde tüchtig getanzt und gelacht. Ab November 2009 plagten ihn Schmerzen und er konnte sich von der Krankheit nicht mehr erholen. Die vielen Besuche von Ange­hörigen, Freunden und ehemaligen Gästen erleichterten seinen Leidensweg.

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