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VS Schlins - Vortrag Univ. Prof. Dr. Erich Müller - Zusammenfassung

Weitere Bilder und Infos finden Sie auf unserer Hompepage unter http://www.vobs.at/vs-schlins/
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Allgemeine Informationen zu Bewegung:
„Das motorische Leistungsniveau unserer Schuljugend ist in einem sehr schlechten Zustand. Innerhalb einer sehr kurzen Zeit hat sich die körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen dramatisch verschlechtert. Ausreichende Bewegung wirkt sich nicht nur im Hinblick auf die körperliche Gesundheit aus. Auch die kognitiven (= das Denken betreffend) Fähigkeiten werden durch Bewegung positiv beeinflusst.
Die exekutiven Funktionen wie Planen, Problemlösen, Handlungskontrolle, Steuerung von Motivation und Emotionen werden wiederum dann besonders gefördert, wenn sich Kinder viel bewegen. Besonders Ausdauer-, Koordinations- und Krafttraining haben positive Effekte. Dabei sagen die exekutiven Funktionen weit mehr über die Schuleignung aus als der Intelligenzquotient der Kinder. Außerdem haben Kinder, bei denen die exekutiven Funktionen gut ausgeprägt sind, etwa ein geringeres Risiko, verhaltensauffällig zu werden.
Weiters konnte gezeigt werden, dass eine morgendliche Bewegungseinheit von 30 Minuten (z.B.: das tägliche Laufen des Schulweges) die schulische Aufmerksamkeit erhöht und der kognitive Effekt viel größer ist. In keiner anderen Lebensphase spielt Bewegung zur langfristigen Förderung einer gesunden Entwicklung eine so wichtige Rolle wie im Kindesalter. Das Mindestmaß an täglicher Bewegung beträgt eine Stunde.“

Auswirkungen des Bewegungsmangels:
„Schon die aktuelle Generation der 40- bis 50-jährigen hat mit vielen gesundheitlichen Schwierigkeiten aufgrund von Bewegungsmangel zu kämpfen. Kommen die jetzigen Kinder und Jugendlichen in dieses Alter werden die gesundheitlichen Auswirkungen noch viel schwerwiegender sein. Krankheitsbilder wie Übergewichtigkeit, Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes, Schildrüsenüber- und -unterfunktion,…), Herz/-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Depressionen, kognitive Störungen sowie Verhaltensauffälligkeiten werden das Leben dieser Generation prägen. Es gibt Studien und Experten, denen zufolge diese junge Generation die erste Generation sein wird, die durchschnittlich früher sterben wird als deren Eltern.“

Maßnahmen:
„Letztendlich wird es nicht anders gehen, als für das Kind ein Mindestmaß an Bewegung sicherzustellen. Bereits der Weg zur Schule bietet sich für körperliche Aktivität an. Kontraproduktiv ist, die Kinder selbst nur für kurze Wegstrecken mit dem Auto in die Schule zu bringen. Schon morgens können die Kinder auf dem Schulweg klettern und balancieren üben oder fangen spielen. So kommen die Schüler ausgeglichen in der Schule an und erbringen eine bessere kognitive Leistung im Unterricht. Auch der tägliche Medienkonsum (Fernsehen, Computerspiele etc.) sollte eine Stunde nicht überschreiten.“

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