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Verloren gehende Kino-Geschichte

Hansjörg Marte im nostalgieträchtigen Vorführraum des 1982 eröffneten Kinos
Hansjörg Marte im nostalgieträchtigen Vorführraum des 1982 eröffneten Kinos ©Bandi Koeck
Tiefe Einblicke ins Kino Namenlos

Feldkirch. Am Sonntag schließt das einzige Kino der Montfortstadt, das sog. „Kino Namenlos“ seine Schiebetüren. Im Laufe der nächsten Monate soll ein hochmodernes Luxuskino entstehen. Dabei wird ein großes Kapitel der Vorarlberger Kino-Geschichte neu geschrieben.

Einzigartig im Ländle

Hansjörg Marte gewährt ein letztes Mal tiefe Einblicke in den Vorführraum, welcher beide Kinosäle parallel speist. In Kino 1 läuft gerade Laura Stern und in Kino 2 der dritte Teil der Chipmunks. Ein Kinostreifen hat mehrere Akte, die in großen Filmrollen geliefert werden. 24 Bilder pro Sekunde laufen über die Leinwand. Nur der Ton ist digital. Dieser geschichtsträchtige Raum wird von nun an der Vergangenheit angehören. Er ist einzigartig in Vorarlberg und muss dem digitalen Zeitalter weichen. Die nächste Generation wird somit mit dem Begriff „Filmriss“ nichts mehr anfangen können.

Witzige Filmfehler

„Wir sind eine Kultur-, Schul- und Studierstadt. Wir brauchen ein Kino!“ sagt der begnadete Filmvorführer Hansjörg Marte, der bereits zu Studienzeiten in Wien die Kinomaschine bediente. Er erzählt witzige Episoden aus den vergangenen Jahren, etwa, dass ein Student in London, der Kopien anfertigte, die Akte des James Bond-Streifen „A Quantom of Solace“ wohl vertauscht haben könnte, was große Empörung beim Publikum in Feldkirch auslöste. „Die Besucher wussten genau, wann die Szene in der Marktgasse kommt. Einige verließen danach empört die Sitzplätze, anderen ist dies nicht mal aufgefallen!“ Ähnlich war es bei Winnetou III. Zuerst starb der Häuptling der Apachen und im nächsten Akt ritt er fröhlich wieder weiter.

Frauenkino

Marte gab auch an, dass viele Vorstellungen in der vergangenen Woche ausverkauft waren, was ihn besonders freue. „Wir sind primär ein Frauen- und Kinderkino. Frauen zählen vermehrt zu den Kinogängern und schleppen ihre Männer mit!“ Das Kino namenlos, das früher „Oskar Kino“ hieß, bis Hollywood was dagegen hatte, zeigte zum einen Mainstream-Filme und zum anderen bediente es sich der Kulturschiene. Die Luft im dreistöckigen Gebäude, das 1982 vom Groß-Industriellen Oskar Thurnher eröffnet wurde, ist von leckerem Popcorn geschwängert. Thurnher verwendete damals die neueste Technik. Nach dem Umbau wird das Feldkircher Luxuskino die Technik mit Stand Dezember 2011 verwenden, so Marte abschließend.

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