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Umwidmung am Pfänderhang sorgt bei Anrainer für Unmut

©Google Maps
Bregenz - Die Flächenumwidmung im Rebgärtle am Pfänderhang sorgt für Unzufriedenheit. Die Familie Chemelli kämpft selbst seit Jahrzehnten für eine Umwidmung und fühlt sich ungerecht behandelt.
Chemelli sieht sich vom USR benachteiligt

30 Jahre kämpfte die Familie Boss-Schneeweiss, bis ihr Grundstück am Pfänderhang von landwirtschaftlicher Freifläche nun in Baugrund umgewidmet wurde. Die Stadt Bregenz folgte dabei einer Stellungnahme des Unabhängigen Sachverständigenrates (USR) und genehmigte die Umwidmung – allerdings unter Auflagen. Die Eigentümer-Familie ist zwar glücklich, dass nach drei Jahrzehnten ihrem Gesuch endlich stattgegeben wurde, doch die Auflagen trüben den vermeintlichen Erfolg etwas. Damit sind sie nicht die Einzigen.

USR lehnte Umwidmung ab

Auch die Familie Chemelli, Eigentümer eines Bauernhofes am Weißenreuteweg, kämpft seit Jahrzehnten für eine Umwidmung ihrer landwirtschaftlichen Flächen. In ihrem Fall hat der Unabhängige Sachverständigenrat sich jedoch dagegen entschieden.

Ähnliche Lage, unterschiedliche Entscheidung

“Aus unserer Sicht sind die beiden Umwidmungsansuchen gleich zu bewerten”, sagt Michael Chemelli im VOL.AT-Interview. “Unser Grundstück hat in etwa die gleiche Fläche wie jenes im Rebgärtle, liegt auf der gleichen Meereshöhe und befindet sich außerhalb des äußeren Siedlungsrandes.” Für Chemelli ist es daher nicht nachvollziehbar, warum der USR so unterschiedlich entschieden hat. Zudem liegen die beiden Grundstücke nur wenige hundert Meter Luftlinie voneinander entfernt. Chemelli fühlt sich zu Unrecht behandelt. Von einer Gleichbehandlung der Bürger und einer gerechten Umwidmungspolitik sei man hier weit entfernt.

©Während Chemelli für seinen Umwidmungswunsch (rot) einen negativen Bescheid erhielt, wurde das Grundstück der Familie Boss-Schneeweiß (grün) nun auf Empfehlung des USR umgewidmet.

Stadt verweist auf USR-Empfehlung

Die Stadt selbst verweist auf die unterschiedlichen Empfehlungen des USR. Zwar seien diese für die Gemeinde nicht bindend, doch halte sich die Gemeinde meist an die Empfehlung. “Tut sie dies nicht, ist die Gefahr sehr groß, dass die Vorarlberger Landesregierung als Aufsichtsbehörde und Genehmigungsinstanz die Beschlüsse der Gemeindevertretung aufhebt und eine Umwidmung im Sinne des USR durchführt”, erklärt Stadtplaner Clemens Gössler. Grundsätzlich sei man mit Umwidmungen am Pfänderhang sehr vorsichtig. Die Verfahrensabläufe seien in beiden Anträgen ident gewesen, man könne daher nicht von einer Ungleichbehandlung durch die Stadt sprechen.

Termin im November

Die jeweiligen Bescheide liegen den Antragsstellern vor, aufgrund des Datenschutzes könne die Stadt die Empfehlungen nicht ohne Erlaubnis der einzelnen Parteien herausgeben. Chemelli will nun einen Termin mit dem USR abwarten, um sich die Entscheidungsfindung in den beiden Verfahren erklären zu lassen. Auch werde man nun für einen anderen Teil des Grundstückes ein neues Verfahren starten, in der Hoffnung dass dieses vom USR abgesegnet wird.

Bestpreise für Baugrund am Pfänderhang

Bei den Umwidmungen geht es nicht zuletzt um viel Geld. Laut dem Immobilienspiegel der Hypo zahlt man in Bregenz für Baugrund in sehr guter Lage bis zu 640 Euro für den Quadratmeter. “Hier ist der Pfänderhang als exklusive Lage ausgenommen”, erläutert Richard Richter von der Liegenschaftsbewertung der Hypo Vorarlberg. Der Wert eines Grundstückes am Pfänderhang ist abhängig von der Aussicht, der Einfachheit der Zufahrt und von der möglichen Gefahrenlage durch Hangbewegungen. “Die Preise sind jedoch sicher um zirka 20 Prozent höher als für andere Bestlagen in Bregenz”, so die vorsichtige Einschätzung Richters.

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