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Test-Start: Mit 140 km/h über die Autobahn

Wien/St. Pölten/Linz.  Seit Mittwochfrüh ist auf zwei Teststrecken der Westautobahn (A1) Tempo 140 erlaubt. Damit startet die Testphase für das umstrittene Projekt von FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer.
Strafen bei Tempo 140
Das sagt Hofer

Auf rund 88 Kilometern der A1 zwischen Melk und Oed in Nieder- sowie auf den 32 Kilometern zwischen Haid und Sattledt in Oberösterreich wird in beiden Richtungen die höchstzulässige Geschwindigkeit somit um zehn km/h angehoben. Das Pilotprojekt von FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer soll ein Jahr dauern und wird mit Vorher-Nachher-Messungen durchgeführt.

Grafik zu Tempo 140
Grafik zu Tempo 140

Nur 88 Sekunden schneller

Der mit 44,6 Kilometer längste Abschnitt (Oed bis nach der Melkbrücke in Fahrtrichtung Wien) lässt sich mit der höheren Geschwindigkeit um 88 Sekunden schneller bewältigen. Den kleinsten Zeitvorteil bringt mit 28,4 Sekunden die kürzeste Teststrecke von Sattledt bis zu den Überkopfanzeigern für den Großraum Linz in Fahrtrichtung Wien. Wer schneller als die erlaubten 140 km/h fährt, kann mit einer gewissen Toleranz bei den Messungen rechnen – und damit in Oberösterreich theoretisch sogar mit knapp unter 159 km/h straflos davonkommen.

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Kritik vom VCÖ

Gegner des Testbetriebs kritisieren eine höhere Unfallgefahr, und dass mehr gesundheitsgefährdende Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxide sowie Treibhausgase ausgestoßen würden. Der VCÖ verwies in seiner Kritik auf Deutschland. Das Unfallrisiko auf deutschen Autobahnen sei höher als jenes in Österreich. Bei unseren Nachbarn kamen laut VCÖ im Schnitt der vergangenen drei Jahre pro 1.000 Autobahnkilometer um 35 Prozent mehr Menschen ums Leben. Auch die Zahl der Unfälle und der Verletzten war deutlich höher. Zurückzuführen sei dies darauf, dass dort auf mehr als der Hälfte der Kilometer kein Tempolimit gibt, so der VCÖ am Montag.

ÖAMTC: Irreführend und  unseriös

Der ÖAMTC kritisierte die VCÖ-Behauptung, dass das Unfallrisiko auf deutschen Autobahnen deutlich höher sei als auf österreichischen. Verglichen wurde dabei die Anzahl der Getöteten pro 1.000 Kilometer Autobahn. Eine solche Betrachtungsweise sei irreführend und unseriös, weil sie das Verkehrsaufkommen, also die Anzahl der Fahrzeuge, die unterwegs sind, völlig außer Acht lässt.

SPÖ: “Zum Scheitern verurteilt”

“Hofers Pilotprojekt ist jetzt schon zum Scheitern verurteilt”, betont der ehemalige Verkehrsminister Jörg Leichtfried. Wer noch schneller als das neue Maximaltempo fährt, wird in Oberösterreich erst ab mindestens 159 km/h gestraft. Das stellen jetzt Polizeibeamte in Aussicht. “Tempo 140 wird damit zu einer noch größeren Gefahr. Die Raserei belastet unsere Umwelt und verleitet zu noch schnelleren Geschwindigkeiten. Der Verkehr wird damit für alle Verkehrsteilnehmer gefährlicher”, warnt der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Leichtfried. (APA, OTS)

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