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Stadtkreuz an der Bettlerstiege erneuert

Die Bittprozession auf dem Weg zu neuen Stadtkreuz
Die Bittprozession auf dem Weg zu neuen Stadtkreuz ©Manfred Bauer
Feldkirch. (sm) Ein besonderes Erlebnis hatten die Besucherinnen und Besucher der traditionellen Maiandacht in der Elendbildkapelle oberhalb des Bahnhofs.
Neues Stadtkreuz

Monsignore Rudolf Bischof zelebrierte mit der Pastoralassistentin Gaby Von der Thannen die Maiandacht und lud die Gläubigen nach dem ersten Rosenkranzgesetz zu einer Bittprozession über das Bildstöckchen auf der Halde bis zum kürzlich neu errichteten Stadtkreuz unterhalb der Schattenburg an der Bettlerstiege.

Zuckmayer und Zweig

Bei der Maiandacht in der Elendbildkapelle stellte der Dompfarrer die sieben Schmerzen Mariens in den Mittelpunkt seiner kurzen Ansprache. Die Elendbildkapelle diente früher den zum Tode verurteilten Delinquenten zur Verrichtung eines letzten Gebets. Beim Haldenbildstöckchen wurde dann ein weiteres Rosenkranzgesetz gebetet und Pfarrer Bischof nahm in seiner Ansprache dann den Bezug zum Bahnhof und im Besonderen zur Ausreise der Juden über Feldkirch in die Schweiz. So schilderte er das Erlebnis von Carl Zuckmayer der durch seine Ehrlichkeit einen SS-Mann beeindruckte und ausreisen konnte und das Erlebnis von Stefan Zweig der die Abschiebung von Kaiser Karl und dessen Gattin Zita hautnah erlebte.

Stadtkreuz

An der dritten Station des Bittganges stand die Fürbitte „Für alle, die ein schweres Kreuz zu tragen haben, dass ihnen ein Lichtstrahl des Neuanfangs sichtbar wird“, im Mittelpunkt der kurzen Ansprache des Dompfarrers. Manfred A. Getzner, der Obmann des Heimat- und Museumsvereins berichtete dann kurz über die Geschichte des alten und des neuen Stadtkreuzes. Geschaffen wurde das alte Stadtkreuz vom berühmten Feldkircher Bildschnitzer Johann Josef Bien und bereits 1674 an der Wichnergasse (gegenüber dem Bonnerhaus) aufgestellt. Beim Bau des Schattenburgtunnels wurde es an der Bettlerstiege neu aufgestellt musste dann aber zum Schutz in den Wehrgang der Schattenburg gehängt werden. Manfred A. Getzner: „Der Dornbirner Kunsthändler Walter Kammerlander erwies sich in dankenswerter Weise als großzügiger Stifter und übergab uns einen täuschend ähnlichen Korpus aus dem 19. Jahrhundert, der jetzt das Stadtkreuz ziert. Bewegend für mich ist, dass seit der Aufstellung von Unbekannten ständig frische Blumen am Kreuz stehen und dieses zieren!“

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