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„Sprich mit mir“

Spielerisch wird mit Katharina Deutsch gelernt
Spielerisch wird mit Katharina Deutsch gelernt ©Gerty Lang
Auf die Sprachförderung wird im Kindergarten Rohrbach großen Wert gelegt.
Sprachförderung

Dornbirn. Die sprachliche Förderung der Kinder gehört neben der Sozialerziehung zu den wichtigsten Aufgaben des Kindergartens und darf nicht dem Zufall überlassen bleiben. Sie soll alle Kinder erfassen: sowohl die, die sprachlich schon sehr gut entwickelt sind und ihren Hunger nach sprachlicher Betätigung stillen müssen, als auch Kinder fremder Muttersprache oder solche, die zuhause zu wenig sprachliche Anregung erhalten haben und Sprachdefizite aufweisen. Im Kindergarten Rohrbach ist Katharina Hyden (39) für die Sprachförderung zuständig. Zwei Mal in der Woche holt sie „ihre“ Kinder in den kleinen intimen Raum, um mit ihnen spielerisch Deutsch zu lernen.

„Das heißt, wir haben es nicht nur mit dem Hören oder dem Sprechen zu tun, sondern immer mit dem ganzen Kind, mit allen seinen Sinnen, seinem Bewegungsdrang, seiner Neugier, seiner Liebe zu Rhythmus und Musik… Planvolle Sprachförderung kann deshalb beim Singen, Turnen, Basteln, Spielen, Erkunden, Untersuchen, Experimentieren ebenso stattfinden wie beim Betrachten von Bilderbüchern oder beim Gespräch mit dem einzelnen Kind oder mit der Gruppe im Stuhlkreis“, umreißt Katharina das Thema. Jedes Kind wird dort abgeholt, wo es gerade steht. Die Gruppen sind klein. Das Spiel „Lars, der kleine Eisbär“, liegt auf dem Tisch. Die Kinder lieben ihn und erzählen.

Im Kindergarten werden 26 Kinder mit Sprachdefiziten betreut. Deren Muttersprache ist türkisch, ungarisch, polnisch, kurdisch, arabisch. Aber auch Deutschsprechende sind darunter. Jene, die erst spät sprechen gelernt haben. Die Kleinen geben sich Mühe, deutsch zu sprechen. Denn das ist die einzige Sprache, mit denen sie sich untereinander verständigen können. Die Sprachförderung erfolgt auch in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus. Die meisten Eltern sind glücklich darüber. Es soll damit angestrebt werden, dass alle Kinder bei Eintritt in die Volksschule die Unterrichtssprache Deutsch ausreichend beherrschen, um dem Unterricht entsprechend folgen und in weiterer Folge eine befriedigende Bildungslaufbahn absolvieren zu können.

 

 

 

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