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Spielboden Veranstaltungstipps

Attwenger am 17. November am Spielboden.
Attwenger am 17. November am Spielboden. ©Veranstalter
Dornbirn. Am Spielboden gibt es auch diese Woche wieder viel Programm.

Freitag, 11. November 2011, 20:30 Uhr, Kinosaal, Eintritt: 7,-/4,-

10. tanz ist Flamencofestival

Film – Una Llama viva II

Im zweiten Teil der Dokumentation sind folgende KünstlerInnen zu sehen: Tomasito, Gerardo Núñez (Guitarra Trio), Duquende, Sorderita, La Nitra, Beatriz Martín, Sorderita, El Pechuga, Manolo Franco, La Macanita y Parrilla de Jerez, Mantequita Colora, Segundo Falcón y Paco Jarana, La Macanita, Yolanda Heredia.

Regie: José Luis Ortiz Nuevo

Sprache: Spanische Originalfassung

Spieldauer: 90 Minuten

Spanien 2010

 

Samstag, 12. November 2011, 20:30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 20,-/18,-/15,-

10. tanz ist Flamencofestival

Flamenco Fantasmas

Uraufführung

Wie auch bei dem Orchesterkonzert findet in diesem Programm die Annäherung an den Flamenco über die Klassik statt. Damit ist sowohl die Musik als auch der Tanz – Clásico Español – gemeint. Natürlich gibt es dazu immer wieder, wie schon die Besetzung vermuten lässt, Raum für Improvisationen. Flamenco, wie wir ihn die letzten zehn Jahre kennen und schätzen gelernt haben.
Flamenco Fantasmas ist keine fertige Produktion, sondern wird vor Ort mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern entwickelt und erarbeitet. Diese Arbeitsweise ist ein Markenzeichen des tanz ist Flamencofestivals, welche immer wieder durch Überraschungen und einmalige Erlebnisse besticht.
Eine wirkliche Rarität ist das Solo Córdoba von Carlos Chamorro, welches Gitarre und Tanz auf einmalige Weise verbindet. Diese preisgekrönte Arbeit ist zum ersten Mal in Österreich zu erleben.

Choreografie, Tanz: Carlos Chamorro
Choreografie, Tanz: Belén Cabanes
Choreografie, Tanz: Iván Elias Góngora (nur am 10.11.)
Cante Flamenco: Carmen Fernández
Gitarre: Andreas Maria Germek
Perkussion: José de Mode

 

Festivalhomepage: www.tanzist.at

 

Dienstag, 15. November 2011, 19.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 9,-/6,-

Neue Spielräume – Reinhard Heinisch – Lobbyismus, Populismus, Desinteresse: Welche Zukunft hat die Demokratie in Europa?

Reinhard Heinisch ist Professor für Österreichische Politik im europäischen Vergleich an der Universität Salzburg und Leiter der neuen ARGE „Zukunft der Demokratie“ der Österreichischen Forschungsgemeinschaft. Parteien erfüllen die Funktion, die Millionen Einzelinteressen zu bündeln und Unvereinbares herauszufiltern. Die zunehmende Abneigung gegenüber den Parteien und den Institutionen repräsentativer Demokratie stellt die moderne Demokratie in Frage. In Österreich kommt dazu, dass politische Verantwortung für die Wähler oft nicht zuzuordnen ist und die Politik auch dadurch an Legitimität verliert. Wohin führen diese Trends, und welche Reformen braucht es, um die Demokratie in Österreich abzusichern und zukunftsfest zu machen?

Wir laden Sie nach dem Vortrag zu einem Umtrunk am Büchertisch ein!

 

Mittwoch, 16. November 2011, 20.30 Uhr, Kinosaal, Eintritt: 7,-/4,-

Film – Von Menschen und Göttern

Begleitveranstaltung zur Seligsprechung von Provikar Lampert: „Märtyrer“

Spielfilm von Xavier Beauvois, F 2010, 123 min, ab 14 Jahre,

 

Im Jahr 1996 wurden im Altasgebirge in Algerien sieben Trappistenmönche ermordet, was den Islamisten zugeschrieben wurde, die das Land in den 1990er-Jahren mit fundamentalistischem Terror überzogen. Das spirituelle Drama zeichnet das Leben der Mönche und ihr intensives Ringen darum nach, ob sie ihr Kloster aufgeben und fliehen oder aus Solidarität mit den Menschen bleiben und damit ihren Tod riskieren sollen. Mit großem ästhetischem Gespür gedreht, ordnet sich die Filmsprache stets dem Rhythmus des klösterlichen Lebens unter und gewinnt dadurch den Raum, sich auf die christlich-theologischen Dimensionen der Entscheidungsfindung einzulassen.

Einer der erfolgreichsten Filme in Frankreich! Großer Preis von Cannes 2010 und 3 Cesars!

 

 

Mittwoch, 16. November 2011, 20.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 19,-/15,-/10,-

Jazz& – Craig Taborn Trio

Craig Taborn (piano), Thomas Morgan (bass), Gerald Cleaver (drums)

Nur wenige Musiker verfügen über ein dermaßen breites musikalisches Spektrum wie der vierzigjährige aus Detroit stammende Pianist, Keyboarder und Sythesizer-Spezialist Craig Taborn, der vor kurzem mit seiner ersten ECM-Pianosolo-CD die internationale Kritik begeisterte. Zu seinen stilistischen Einflüssen zählen die Jazz-Avantgardisten der 50er und 60er Jahre von Sun Ra bis Cecil Taylor, aber auch Olivier Messiaen, der HipHop oder der Techno-Sound seiner Heimatstadt, wo er unter anderem mit dem legendären Produzenten Carl Craig zusammenarbeitet. In Jazzkreisen wurde Craig Taborn vor allem durch seine Engagements bei James Carter und bei Roscoe Mitchell bekannt. All diese unterschiedlichen Einflüsse kommen nun im gleichermaßen virtuosen wie eigenwilligen Spiel Craig Taborns zum Tragen, das durch unglaublich hypnotische Grooves mit organischen Übergängen in freie Improvisationen geprägt ist. Hier prallen Free Jazz, Techno und zeitgenössische Klassik aufeinander und ergeben ein stimmiges Ganzes, als ob sie immer schon zusammengehört hätten. In seinem Langzeit-Weggefährten Gerald Cleaver, einem der gefragtesten Drummer der New Yorker Downtown-Szene, und im großartigen jungen Kontrabassisten Thomas Morgan, der derzeit in mehr als zwanzig verschiedenen Bands, unter anderem bei John Abercrombie, Paul Motian oder Steve Coleman, für die tiefen Töne sorgt, hat Taborn ideale Trio-Partner gefunden. Das Klaviertrio ist im Jazz derzeit wieder ungeheuer in Mode, das Craig Taborn Trio klingt aber aufregend anders und geht noch einen entscheidenden Schritt weiter. Ein unglaublich spannender und hochmusikalischer Abend ist garantiert!

 

Donnerstag, 17. November 2011, 21.00 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 16,-/12,-

Konzert – Attwenger 

Hintn umi is eh ned so schlecht: Gymnastik für Hirn, Herz und Haxen. Attwenger grooven auch mit Old-School-Rock-‘n’-Roll und Cajun.

Pünktlich zum 20-jährigen Betriebsjubiläum von Attwenger hat das oberösterreichische Musikantenduo “neue” Stile in den idiosynkratischen Klangkosmos integriert. Nach dem Mix aus originärer Volksmusi und Hardcore-Punk in den frühen 1990ern folgten HipHop, Drum ‘n’ Bass und Dub, bei aller lokaler Verwurzelung funktionierte der radikal eigenständige Sound auch immer im weltweiten Kontext.

Davon zeugten Reisen nach Simbabwe, Sibirien, Malaysia, Pakistan oder Mexiko, wo der Mundartgesang der Linzer Buam Markus Binder (Schlagzeug) und Hans-Peter Falkner (Akkordeon) bestimmt nicht verstanden worden ist, der Vibe aber sehr wohl.

Dieser (scheinbare) Spagat zwischen Lokalkolorit und Internationalität, zwischen oberösterreichischen Dialektwortspielen und groovenden Lautmalereien erinnert an einen anderen großen Avantgarde-Heimatdichter: Ernst Jandl, dessen Sprechperformance bei der “International Poetry Incarnation” 1965 in der Londoner Royal Albert Hall allein durch Klang und Rhythmus zu begeistern wusste. Mit Sprachjongleuren wie Jandl oder der Wiener Gruppe lassen sich Attwenger ohnehin gut und gern vergleichen, dabei kommt die politische Botschaft aber auch nicht zu kurz. Geht es doch gegen den Mief und die “Klakariadn” in allen Gesellschaftsbereichen, Binder und Falkner selbst kann man musikalische Engstirnigkeit jedenfalls nicht vorwerfen.
Auf dem neuen Attwenger-Album Flux veredeln sie den Turbopolka-Kantri-Punk-Groove mit 50ies-Rock-‘n’-Roll (Shakin My Brain), vor allem aber Quetschn-lastigem Cajun/ Zydeco (Kugl, Orkan) oder Swing und weiteren musikalischen Feinheiten: psychedelische Maultrommel auf Internet ged oder Funk und Soul-Zitaten.

Berührungsängste kennen die zwei Antistars sowieso nicht, im Videoclip zu Shakin My Brain treten sie in goldenen Glitzeranzügen auf – ihr Elvis (Binder: “Ohne King keine Attwenger”) ist aber weniger der aus der Las-Vegas-Spätphase denn der wilde Hillbilly von 1955 und 1956.

Gerhard Dorfi/Standard

 

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