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Schule feiert Jubiläum

Der runde Schulgeburtstag am LZH wird schon das ganze Jahr gefeiert.
Der runde Schulgeburtstag am LZH wird schon das ganze Jahr gefeiert. ©LHZ

Dornbirn. Vor 20 Jahren besuchten gerade einmal sechs Kinder die neu gegründete Schule am Landeszentrum für Hörgeschädigte (LZH) in Dornbirn.

“Heute sind es über 170 Buben und Mädchen, die wir bei uns sowie auch integrativ in den Regelschulen betreuen und begleiten”, berichtet Direktor Johannes Mathis von einer rasanten Entwicklung des Bildungsangebotes für hörgeschädigte Kinder im Land. Die Mädchen und Buben werden von speziell ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen in zehn Klassen mit leicht-, mittel- und hochgradig hörbeeinträchtigten Kindern unterrichtet. Auch im Kindergarten fühlen sich die Kleinen wohl, weil die Betreuung auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Im Verlauf der letzten Jahre wurde das therapeutische Angebot, angefangen vom heilpädagogischen Reiten in einer eigenen Reithalle bis zur Musiktherapie, ausgeweitet. Rund 100 Kinder mit Hörschädigung werden vom LZH aus in ihrem Heimatort betreut.

Internatsaufenthalte passé

Bevor in Dornbirn der Schulbetrieb aufgenommen wurde, mussten die Kinder außerhalb des Landes ihre Schulausbildung absolvieren. “Viele litten unter Heimweh”, erinnert sich Mathis auch an seine beiden Brüder, die in einem Tiroler Internat untergebracht waren. 1990 wurde der Traum von einer eigenen pädagogischen Einrichtung in Vorarlberg wahr. “Jedes hörgeschädigte Kind kann seither bei den Eltern aufwachsen. Es wird täglich mit dem Bus abgeholt und nach dem Unterricht wieder nach Hause gefahren”, spricht Mathis von einem Meilenstein in der Geschichte des LZH, das vor 35 Jahren von Toni-Russ-Preisträgerin Ferdinanda Mathis gegründet wurde.

Neuer Name

Laut Bescheid der Landesregierung heißt die Schule am LZH ab sofort “Schule für Hör- und Sprachbildung”. Inzwischen besuchen auch Kinder aus dem benachbarten Ausland den Unterricht. Grund des steigenden Andranges ist nicht zuletzt der gute Ruf, den sich die Schule vor allem durch das Engagement der Leitung und der Pädagoginnen und Pädagogen erworben hat. Trotz Behinderung haben Absolventinnen und -absolventen der Schule gute berufliche Chancen. Stephanie Pilecky etwa schloss letztes Jahr ihre Lehre als Zahntechnikerin ab und ist heute im Zahnwerk Bregenz beschäftigt. Mit viel Ehrgeiz und Fleiß schaffte sie mithilfe der Schule und des Lehrmeisters die Ausbildung. Darauf ist sie sehr stolz. Auch bei der Früherkennung von Hörschädigungen und deren Behandlung engagiert sich das Zentrum seit zwei Jahrzehnten intensiv. 1989 wurde eine Frühförderstelle für schwerhörige Kinder eingerichtet, seit 1997 gibt es in jeder Geburtsabteilung in Vorarlberg ein Hör­screening. “Damit war endlich eine echte Früherfassung und Frühförderung möglich”, so Mathis. Der runde Geburtstag der Schule wurde in den letzten Monaten mit einer Reihe von Veranstaltungen gefeiert. Den Abschluss bildet ein Stundenlauf am 29. Mai beim Therapiereitstall in Dornbirn-Forach. VN-HA

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