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„Schlicht, aber schön war es damals“

©Privat
Ein Weihnachten wie früher – das wünschen sich zahlreiche Gestresste heutzutage. Doch wie war Heiligabend vor Zeiten des Onlineversands? Zwei Seniorinnen erzählen.

Von Rubina Bergauer

Viele sehnen sich heutzutage nach Feiertagen jenseits von Konsumwahnsinn und süßlichem Kitsch. Doch wie war es eigentlich anno dazumal, zu einer Zeit vor Onlineversand-Diensten und bunten Schau¬fenstern? Martha Liebsch und Anni Klehenz stammen aus dem Montafon und sind beide in ihren 90ern. An die Weihnachten ihrer Kindertage können sich die rüstigen Seniorinnen noch sehr gut erinnern. Die Geschwister wuchsen in einer Großfamilie mit Onkel, Tante und Cousinen auf einem Bauernhof auf. „Geld war nicht viel da, aber durch den landwirtschaftlichen Betrieb hatten wir zu essen“, erzählt Anni.

Großer Haushalt

Traditionell sei in der Vorweihnachtszeit geschlachtet worden. Denn Fleisch stand nicht jeden Tag auf dem Speiseplan, und schließlich sollte zu Heiligabend eine besondere Mahlzeit auf den Tisch kommen. „Bei uns gab es an Heiligabend Hauswürste und selbst gebackenes Brot. Das war ein wundervolles Essen. Erinnerst du dich?“, fragt Martha ihre Schwes¬ter. Diese nickt und lächelt. Elf Personen galt es zu versorgen, manchmal auch mehr. Denn nicht selten kehrten Freunde bei der Familie ein, oder es wurde einem Nachbarn mit Lebensmitteln oder einer Mahlzeit ausgeholfen. „Wenn wir nicht so viel selbst hergestellt beziehungsweise angebaut hätten, dann wäre das Leben sicherlich um einiges schwieriger gewesen“, ist Anni überzeugt. Doch so hätten sie eine gute Kindheit gehabt. Da sind sich beide Frauen einig. Auch das Weihnachtsfest im Kreise der Familie haben die Seniorinnen als „schlicht, aber schön“ in Erinnerung.
Die Vorbereitungen auf den festlichen Abend verliefen ähnlich wie heutzutage …

Die ganze Geschichte lesen Sie heute in der Neue am Sonntag.

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