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Riesenspaß mit herrlichem Duo aus dem Hause Dimitri

Silvana (links) und Nina als köstliche Schweizer Musikclowninnen aus dem Hause Dimitri.
Silvana (links) und Nina als köstliche Schweizer Musikclowninnen aus dem Hause Dimitri. ©Volksblatt/Zanghellini
Nina Dimitri und Partnerin Silvana Gargiulo mit einem „Concerto Rumoristico“ im TAK.

 

Schaan. (sch) Papa Dimitri, der weltberühmte Clown und Senior der von ihm begründeten Künstlerdynastie aus dem schweizerischen Verscio, gastierte kürzlich umjubelt im TAK. Nun hatten die zahlreichen Dimitri-Fans die erfreuliche Gelegenheit, eine der hochbegabten Dimitri-Töchter, Nina Dimitri, zusammen mit ihrer Bühnenpartnerin Silvana Gargiulo in einer fulminanten kabarettistisch-musikalischen Bühnen-Show zu erleben – mit dem vielsagenden Motto „Concerto Rumoristico“. Gegensätze haben sich punkto Bühnenpaaren immer als sehr komisch und beliebt erwiesen – Pat und Patachon, Dick und Doof, Valentin und Karlstadt…

Nun, Nina und Silvana sind auf dem besten Weg, ebensolche Publikumslieblinge zu werden: Nina Dimitri, die große schlanke Dame mit wallender Rothaar-Perücke, gewaltiger Stimme und samt Gitarren seriös sein wollende Sängerin von südamerikanischen Songs; und Silvana, klein, korpulent, beweglich wie ein Kugelblitz, mit mächtigem Frack und zu weiten Clownshosen eine „Musikclownin“ mit einer reichen Skala von mimischer Komik und einer Fülle von hinreißenden Späßen am verlotternden Flügel, der schließlich mit der wieselflinken Tastentigerin zusammenbricht … Beide Künstlerinnen kommen selbstredend aus der Schule Dimitri und haben schon viel Theater-bzw. Zirkuserfahrung.

 

Stille und „Rumor“

Ganz leise beginnt der Abend. Silvana schleicht auf die Bühne, beäugt mimisch den Flügel bis ins Detail, korrespondiert mit Blicken ins Publikum, nimmt mit den widerspenstigen Frackschößen auf dem Hocker Platz – doch die Töne wollen nicht kommen. Da erscheint endlich Nina, ganz arrogante Diva, und ignoriert den Dreikäsehoch ziemlich. Die „Ouvertüre“ ist gemacht, jetzt geht es den ganzen Abend lang um den pointenreichen Kampf der beiden um den Vorrang, Klavier oder Gesang (den Nina übrigens als prominente Interpretin südamerikanischer Lieder, erlernt in Bolivien, „con fuego“, aber auch parodistisch beherrscht). Lautstark und härter wird die Eifersüchtelei. Doch da führte der Regisseur Ueli Bichsel eine Wende herbei: Nina reißt sich die Perücke vom Kopf und einen langen Rock vom Leib, mit beiden Requisiten schmückt sich nun Silvana, und beide beenden den herrlichen Abend ganz friedlich als sensibles Gesangsduo (etwa mit „Besame mucho“), das vor allem durch die urkomische Silvana bei jedem Ton (mit unsichtbarer „Clownsträne“) zu berühren vermag. Ein wundervoller TAK-Abend mit feuriger Musik, liebenswerter Clownerie und oft ganz leiser Poesie, Marke Dimitri!

 

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