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Neues Schuljahr in Vorarlberg beginnt mit Änderungen

Das neue Schuljahr wartet mit einigen Änderungen auf.
Das neue Schuljahr wartet mit einigen Änderungen auf. ©APA (Symbolbild)
Für die Schüler in Vorarlberg begann am Montag das neue Schuljahr. Sowohl für Schüler als auch für Lehrkräfte gibt es dabei einige Neuerungen.
Wichtigste Termine im Schuljahr 16/17
Ausbildungspflicht bis 18 kommt

So wird es in der Volksschule bis zur dritten Klasse ab sofort kein Sitzenbleiben mehr geben. Die Auswirkungen dieser Regelung dürften jedoch relativ gering sein, österreichweit sind im vergangenen Schuljahr gerade mal 0,6% der Volksschüler sitzengeblieben. Eine andere Regelung betrifft die Durchlässigkeit der Klassen: Bis zur dritten Klasse können Volksschüler, die sich besonders schwertun, ab jetzt auch während des laufenden Schuljahres in die nächstniedrigere Schulstufe wechseln. Umgekehrt können auch Schüler mit besonders guten Leistungen in die nächsthöhere Klasse wechseln.

Neuerungen im Schuljahr 16/17
Neuerungen im Schuljahr 16/17 ©APA

Auch bei der Beurteilung der Schüler gibt es Neuerungen: In den ersten drei Schulstufen der Volksschule können anstelle von Ziffernoten sogennante “Leistungsinformationen” eingesetzt werden. Bei zirka zwei Dritteln aller Volksschulen wird das bereits umgesetzt, bislang war dafür allerdings ein Schulversuch notwendig. Die Entscheidung, ob Ziffernnoten oder Leistungsinformationen verwendet werden, liegt beim Schulstandort, die Regelung kann auch für einzelne Klassen gelten.

Sprachkurse an weiterführenden Schulen

Auch der Übergang vom Kindergarten in die Schule soll künftig glatter ablaufen. Dafür sollen Eltern bei der Schuleinschreibung Dokumente über den Entwicklungs- und Sprachstand der Kinder vorlegen.

Apropos Sprache: Im Schuljahr 2016/2017 werden erstmals auch an weiterführenden Schulen Sprachstart- und Sprachförderkurse für Jugendliche, die mangels Deutschkenntnissen dem Unterricht nicht ausreichend folgen können, angeboten.

Neues Schuljahr bring Ausbildungspflicht in Vorarlberg

Mit dem Schuljahr 2016/17 wird Politische Bildung für Schüler der 6. bis 8. Schulstufe (2. bis 4. Klasse AHS und Neue Mittelschule/NMS) Pflicht. Allerdings kommt dafür kein eigenes Fach, stattdessen wurden Pflichtmodule im Lehrplan des Fachs Geschichte verankert.

Für all jene, die mit dem neuen Schuljahr ihre allgemeine Schulpflicht erfüllt haben, gilt außerdem erstmals die neue Ausbildungspflicht. Diese sieht vor, dass Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres entweder eine Schule besuchen oder eine Lehre oder sonstige Ausbildung absolvieren müssen. Bei Verstößen drohen den Erziehungsberechtigten (ähnlich wie bei der Verletzung der Schulpflicht) Geldstrafen zwischen 100 und 500 Euro.

(APA/Red.)

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