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Loacker überschreitet KW-Grenzwerte

Loacker Recycling überschreitet die Grenzwerte erheblich.
Loacker Recycling überschreitet die Grenzwerte erheblich. ©VOL.AT/Sascha Schmidt
Das Abfallunternehmen überschreitet die erlaubten Werte für Kohlenwasserstoff. Nun muss das Unternehmen die Schreddermengen reduzieren, ansonsten droht ein Betriebsstopp. Loacker zeigt Kooperationswillen, sieht aber keinen Grund, das Schreddern komplett einzustellen.
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Die Überschreitungen wurden bei einer gesetzlich vorgeschriebenen Kontrolle festgestellt. So überschreite Loacker Recycling beim Schreddern von Abfall die im Luftreinhaltegesetz festgelegten Grenzwerte für Kohlenwasserstoffe erheblich. Diese sind vor allem als Treibmittel in Spraydosen und teilweise auch in Auto-Bestandteilen enthalten.

Keine Gesundheitsgefährdung

Harald Dreher von der Landesbehörde Umwelt-Abfallwirtschaft: “Loacker Recycling muss nun sofort die Inputmengen so weit zurückfahren, dass die Werte mit Sicherheit nicht mehr überschritten werden.” Dreher will aber noch die Detailauswertung abwarten, bevor weitere Schritte unternommen werden. “Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Daten auszuwerten. Ich kann aber nicht sagen, bis wann die genauen Ergebnisse vorliegen.” Eine Gesundheitsgefährdung hätte aber nicht vorgelegen. 

Begrenzung der Schreddermengen möglich

Die Behörde rechne aber damit, dass Loacker zukünftig einen amtlich geprüfter Messstellenrechner verwenden muss. Bisher kontrollierte das Abfallunternehmen mit einem privaten Rechner, ob die Grenzwerte eingehalten werden. Auch würden wohl die Input-Mengen für Spraydosen beim Schreddern begrenzt werden. Auch ein absolutes Verbot des Schreddern von Dosen ist möglich.

Loacker: “Plausibilitätsfehler”

Loacker Recycling steht zu Plausibilitätsfehlern bei der bisherigen Messung der freiwerdenden Gasen beim Schreddern. “Noch kennen wir weder die Anzeige noch haben wir eine Aufforderung der Behörde zur Rechtfertigung erhalten. Aber wir sind natürlich bereits in Kontakt mit dem Land Vorarlberg”, sagt Karl Loacker, Geschäftsführer von Loacker Recycling. Auf Grund dieser Daten erwartet Loacker nun eine Anzeige wegen nicht bescheidkonformer Dokumentation.

“Das ist eine sehr unangenehme Situation für uns. Dieser Fehler bei den Messwerten hätte uns früher auffallen müssen. Wir nehmen die Lage sehr ernst und haben bereits erste Maßnahmen eingeleitet”, so Loacker. Er kündigte an, dass zukünftig ein externer Sachverständige die Daten regelmäßig prüfen werde. Auch der Ankauf eines neuen Messstellenrechners, wie vom Land gefordert, ist geplant.

Shreddereinstellung unwahrscheinlich

Eine vorläufige Shreddereinstrellung hält Loacker für unwahrscheinlich: “Eine vorläufige Shreddereinstellung würde ja nur im Raum stehen, wenn eine Gefährdung bestünde. Und davon sind wir weit entfernt”, ist Loacker überzeugt. (VOL.AT)

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